Kölner Straße gesperrt: Abrisshaus ist eingestürzt

Kölner Straße gesperrt : Abrisshaus ist eingestürzt

Der Lärm klang so, als würde jemand Bauschutt durch eine Plastikröhre vom Dach- ins Erdgeschoss befördern. Noch während gestern Morgen, kurz nach 10 Uhr, die Oberbilker überlegten, wo denn eine entsprechende Baustelle ist, wurden Martinshörner laut – die Feuerwehr war unterwegs zur Kölner Straße.

Der Lärm klang so, als würde jemand Bauschutt durch eine Plastikröhre vom Dach- ins Erdgeschoss befördern. Noch während gestern Morgen, kurz nach 10 Uhr, die Oberbilker überlegten, wo denn eine entsprechende Baustelle ist, wurden Martinshörner laut — die Feuerwehr war unterwegs zur Kölner Straße.

Es war tatsächlich Bauschutt, der den Lärm verursacht hatte. Allerdings keineswegs geplant. Beim Abriss zweier seit Monaten leerstehenden Wohn- und Geschäftshäuser war eine Wand zur Kölner Straße etwa im vierten Stockwerk eingeknickt und gegen ein Gerüst gestürzt. Dabei lösten sich beträchtliche Mengen Steine, die in einer Staubwolke zu Boden gingen und den Bauzaun Richtung Straße drückten.

Die Kölner Straße wurde sofort gesperrt und blieb es bis zum Abend. Erst dann war die brüchige Fassade in Zusammenarbeit von Bauaufsicht, Baustatikern und der zuständigen Projektleiterin der Stadt bis zum Erdgeschoss abgetragen.

Vor drei Wochen war mit dem Abriss der Häuser Kölner Straße 311 und 313 begonnen worden. Zunächst wurden beide Gebäude, die aus den 1940er Jahren stammen, entkernt, dann Stück für Stück abgetragen. Wie es zu dem Teileinsturz kam, ist noch unklar — auch, ob die Arbeiten heute fortgesetzt werden können.

Auf den Grundstücken, die an zwei Brachflächen angrenzen, soll ein neuer Zugang der Kölner Straße zum 2004 eröffneten Sonnenpark entstehen. Geplant sind dort auch Wohnhäuser, die an die neu entstandene Siedlung Sonnenpark angeglichen werden sollen.

(RP)
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