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Düsseldorf: 79-Jährige stirbt nach Kollision mit Straßenbahn

Düsseldorf : 79-Jährige stirbt nach Kollision mit Straßenbahn

Die Frau war am Montag am Staufenplatz von einer Bahn erfasst worden. Sie hatte sich nach ihren Taschen gebückt.

Die 79-Jährige, die am Montagnachmittag an der Haltestelle Staufenplatz von einer Straßenbahn erfasst worden war, ist an den Folgen des Unfalls gestorben. Wie die Polizei gestern mitteilte, erlag sie noch am Montagabend in einem Krankenhaus ihren Verletzungen.

Die Frau hatte gegen 15.30 Uhr die Grafenberger Allee an einer Fußgängerfurt überqueren wollen. Dabei übersah sie einen gerade anfahrenden Zug. Daran änderten auch die optischen und akustischen Warnsignale nichts, die ordnungsgemäß funktionierten; an dem Fußgängerübergang gibt es Springlichter, die blinken, wenn sich eine Straßenbahn nähert.

Die Polizei geht nach der Vernehmung von Zeugen davon aus, dass die Frau sich nach ihren Taschen gebückt hatte und deshalb die Warnsignale nicht wahrnehmen konnte. Dabei wurde sie von der Bahn erfasst. "Das ist ein ganz tragischer Unfall", sagt Polizeisprecherin Susanna Heusgen.

Die Seniorin wurde nach der Kollision zu Boden geschleudert. Nach notärztlicher Behandlung am Unfallort wurde sie vom Rettungsdienst in die Klinik gebracht, in der sie wenige Stunden später starb. Die Polizei hat ihre Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Sie vernimmt weiter Zeugen und wertet die Spuren aus, die das Verkehrsunfall-Aufnahmeteam an der Unfallstelle gesammelt hatte.

Ob sich die Sicherheit an der Fußgängerfurt am Staufenplatz verbessern lässt, wird anschließend voraussichtlich die Unfallkommission untersuchen, in der Experten von Polizei und Stadt zusammenkommen. Sie begutachtet in der Regel alle Orte, an denen sich ein tödlicher Unfall abgespielt hat. Die Stelle am Staufenplatz ist bislang nicht als Unfallschwerpunkt bekannt.

Es ist bereits der zweite tödliche Unfall mit einer Straßenbahn innerhalb weniger Wochen. Ende August war ein 47-jähriger Düsseldorfer von einem Zug erfasst worden, als er an der Haltestelle Schlüterstraße - ebenfalls auf der Grafenberger Allee - offenbar von einem zum anderen Bahnsteig wechseln und dabei nicht um den dort haltenden, 30 Meter langen, Zug herumgehen wollte. Der Mann stieg leichtsinnigerweise über die Kupplung, die die Niederflurwagen der Linie 703 verbindet. Just in diesem Moment setzte sich der Zug in Bewegung, das Opfer wurde mehrere Hundert Meter mitgeschleift und war sofort tot.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fußgängerin in Grafenberg von Straßenbahn erfasst

(RP)