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Dormagen: Neuer Hallenwirt glaubt an Handballer

Dormagen : Neuer Hallenwirt glaubt an Handballer

Die Premiere hat er hinter sich - Marco Incitti ist der neue Hallenwirt bei den Heimspielen der TSV-Handballer. 1100 Zuschauer waren zum Auftaktspiel der Saison gekommen, Incitti hatte eine 13-köpfige Crew hinter sich.

Leute zu bewirten, mache ihm einfach Spaß. "Das habe ich immer schon gern gemacht, zu allen möglichen Gelegenheiten", erzählt er. Unter anderem auch mit seinem Schützenzug "Loss loope" bei der Biermeile oder beim Tanz in den Mai. Seine Leidenschaft fürs Ausschenken war vielen bekannt und so erhielt der 37-Jährige einen Telefonanruf mit der Frage, ob er sich vorstellen könne, den Ausschank bei den Heimspielen des Drittligisten in der TSV-Halle zu übernehmen. "Da musste ich natürlich erst einmal eine Nacht drüber schlafen, auch mit meinem Arbeitgeber reden. Aber Lust dazu hatte ich sofort", sagt der Dormagener mit italienischen Wurzeln. Und nun ist der Chemiefacharbeiter der Chef hinterm Tresen.

13 Leute haben ihm bei der Bewirtung am ersten Spieltag der Saison geholfen, darunter seine Freundin Romina Stahlmann sowie seine vier älteren Brüder Tonio, Gianni, Pietro und Domenico. Bereits Tage zuvor war Incitti ständig im Einsatz, musste sehen, dass alle Auflagen erfüllt sind, alles aufbauen, unter anderem auch den Bierwagen, der vor der Halle steht. "Das waren schon aufregende Stunden", sagt er. Doch noch aufregender war es natürlich, als es endlich losging. Mit gut 1100 Zuschauern habe er gar nicht gerechnet. Aber, betont er, "unsere Handballer" wollen ja auch aufsteigen. "Die werden das auch schaffen", ist er überzeugt, denn schließlich seien die Spieler bis in die Haarspitzen motiviert. "Und wenn sie den Aufstieg in die Zweite Liga schaffen, dann habe ich auch eine Überraschung für sie", verspricht der neue Wirt.

Natürlich weiß Incitti, dass einige seinen "ersten Auftritt" auch kritisch beobachtet haben, aber "ich hoffe, dass ich die, die gemoppert haben, noch auf meine Seite bekomme", sagt er. Für Anregungen und Verbesserungsvorschläge sei er immer offen. Auch habe er sich vorgenommen, zu den jeweiligen Spielen immer eine "Getränke-Überraschung" anzubieten. "Ich bin Italiener, und am nächsten Spieltag am Sonntag wird es Ramazotti geben", verspricht er und lacht. Und im Winter plant er, vor der Halle Punsch oder Glühwein auszuschenken. "Allerdings möchte ich betonen, dass natürlich die sportliche Veranstaltung im Mittelpunkt steht und keineswegs unsere kleinen Aktionen", sagt Incitti, der selbst gern Badminton spielt und gemeinsam mit seinen Brüdern beim TuS Germania Hacken Hockey gespielt hat. "30 Jahre war ich dabei", erzählt er. 15 Heimspiele der Handball-Drittligisten sind es, die anstehen, das letzte am 5. Mai. Danach möchte er natürlich weitermachen. "Ich will ja nicht nur der Lückenbüßer für ein Jahr sein", äußert er sich.

Und beim kommenden Spiel am Sonntag gegen die HSG Bergische Panther möchte der Fan auch mal die ein oder andere Runde in der Halle drehen und dabei zumindest einige gute Spielzüge sehen. Die Getränkepreise hat er übrigens so gelassen, wie sie waren, und allen Altbier-Trinkern sei gesagt: Im Ausschank gibt es Bolten-Alt - und dann eben immer mal wieder eine Überraschung...

(NGZ)