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Schafhalter kritisiert Aussagen des Nabu-Vorsitzenden Peter Malzbender

Vorwurf der Meinungsmache : Schafhalter kritisiert Aussagen des Nabu-Chefs

Als eine „pure Frechheit“ bewertet Fabian Bresch die Aussagen von Peter Malzbender. Der Vorsitzende des Nabu-Kreisverbandes hatte sich nach einem Schafsriss an der Franzosenstraße zu Wort gemeldet.

Mit „größter Verwunderung“ hat Fabian Bresch die jüngsten Aussagen des Nabu-Kreisgruppenvorsitzenden Peter Malzbender zum Riss eines Schafes auf einer Weide an der Franzosenstraße (RP vom 4. März) zur Kenntnis genommen. Bresch, dessen Familie das wahrscheinlich durch einen Wolf getötete Tier gehörte, bewertet die Feststellungen des Nabu-Vorsitzenden als „eine pure Frechheit“, da dieser zu dem Vorfall Stellung bezogen habe, „ohne jemals die Gegebenheiten vor Ort gesehen oder mit einem aus unserer Familie gesprochen zu haben“. Er kritisiert außerdem, dass Malzbender „unhaltbare Vorwürfe“ gegen ihn als betroffenen Tierhalter erhebe. So behaupte Malzbender entgegen der Wahrheit, dass die Tiere der Familie nicht ausreichend geschützt worden seien, stellt Fabian Bresch in einer schriftlichen Stellungnahme fest.

Peter Malzbender hatte Zweifel angemeldet, dass ein Wolf über den 1,50 Meter hohen und elektrisch geladenen Zaun, mit dem das Schafgehege geschützt war, gesprungen sei. Zudem bezweifelte der Nabu-Vorsitzende, dass der Wolf morgens das Tier gerissen habe, da diese Raubtiere nachts auf Beutejagd gingen und nicht morgens.

Nachweislich sei der Kadaver des gerissenen Schafes bei Eintreffen der Wolfsberater noch warm gewesen, entgegnet Fabian Bresch und führt an, dass die Schafe morgens gegen 5 Uhr noch versorgt worden seien und der Zaun überprüft worden sei. Zudem hätten die Wolfsbrater den Zaun vor Ort akribisch untersucht, keinerlei Mängel festgestellt und dies auch so im Rissprotokoll vermerkt. Bresch bekräftigt, dass der Zaun, durch den die Schafe geschützt werden sollten, „durchgehend stark spannungsgeladen war und keinerlei Untergrabungen etc. gefunden wurden“. Der Forderung von Peter Malzbender, den Wolf als Spitzenprädator zu akzeptieren, kann Fabian Bresch sich nicht anschließen. „Wollen Sie damit also andeuten, dass der Wolf an der Spitze der Nahrungskette steht und wir Übergriffe auf Nutz- sowie Haustiere und im Extremfall auch auf Menschen einfach hinnehmen sollten?“, fragt er den Nabu-Vorsitzenden, dem er Meinungsmache und das Ausblenden von Fakten vorwirft.

(RP)