Essen: Karnevalszüge sollen besser gesichert werden

Sicherheit im Karneval : Essener Karnevalszüge werden mit Barrieren geschützt

Wenn Ende Februar die Karnevalszüge durch Essen ziehen, sollen sie mit Barrieren gegen die Gefahr eines Terroranschlags geschützt werden.

"Vor dem Hintergrund der anhaltenden Bedrohungslage durch den islamistischen Terrorismus haben sich Stadt Essen und Polizei gemeinsam darauf verständigt, die Sicherheitskonzepte sowohl für die Rosenmontags- als auch andere Karnevalsumzüge anzupassen", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Rosenmontagszüge in den Stadtteilen Rüttenscheid und Kupferdreh sowie die für Sonntag geplanten Umzüge in Freisenbruch, Werden, Heisingen und Frohnhausen sollen besonders abgesichert werden.

Konkret wolle man Fahrzeuge des Amtes für Straßen und Verkehr oder der Polizei gut sichtbar an den Zufahrten zu den Zügen platzieren. So soll die Gefahr eines Anschlagsszenarios ähnlich dem auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin verringert werden.

Personenkontrollen seien dagegen bislang nicht vorgesehen. Auch soll es entlang der Zugstrecken keine sogenannten "verbotenen Zonen" geben, die nicht betreten werden dürfen. Stadt und Polizei appellieren allerdings an die Besucher, keine großen Taschen oder Rucksäcke sowie gefährliche oder gar verbotene Gegenstände zum Zug mitzubringen. Die eingesammelten "Kamelle" könnten auch in kleineren Beuteln transportiert werden, rät die Polizei.

Auch weitere Städte in der Region planen, ihre Karnevalszüge in diesem Jahr stärker zu sichern. Der Tulpensonntagszug in Krefeld-Uerdingen soll mit Barrieren gesichert werden. Der Karnevalsverein bittet dafür derzeit um Spenden. In Düsseldorf will die Polizei mit mehr Kräften vertreten sein als im Vorjahr.

(lsa)
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