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Depressionen vorbeugen: Strategien gegen die dunklen Löcher

Depressionen vorbeugen : Strategien gegen die dunklen Löcher

Düsseldorf (RPO). Sie sind mittlerweile zur Volkskrankheit Nummer 1 geworden: Depressionen. Vorbeugen scheint mehr als ratsam - aber wie? Der Weg führt auf zwei Pfade zugleich. Psychotherapeutische Unterstützung hilft, auslösende Faktoren zu umgehen, fachärztliche Behandlung kann medikamentös unterstützen.

Dass man erstmalig auftretenden Depressionen vorbeugen kann, zeigt sich für die potenziell Betroffenen im wahrsten Sinne des Wortes als “graue Theorie„. Traumatisch auslösende Faktoren von Depressionen, beispielsweise Erfahrungen von Gewalt, der Tod eines geliebten Menschen oder existenzielle Not sind nicht voraussehbar. Die persönliche Reaktion darauf noch viel weniger. Liegt der Ursprung der plötzlich auftretenden “dunklen Löcher„ sogar in der erlebten Kindheit, wird die primäre Prävention noch weitaus schwieriger. Der Wunsch, Depressionen vorbeugen zu können, muss auf andere Weise begriffen werden: Erst wenn die Erkrankung von einem Facharzt oder Therapeuten diagnostiziert wurde, können Verhaltensstrategien aufgezeigt werden, um keine depressiven Phasen mehr auftreten zu lassen oder sie seltener und möglichst vorbereitet zu erleben.

Wie kann man Depressionen vorbeugen?

Wie schützt man sich vor dem Unbekannten? Exakt in dieser Frage liegt ein Teil der Antwort: Wissen kann helfen. Zunächst erscheint dem Betroffenen die Depression als unbekannte Bedrohung. Er weiß weder was ihn bedroht noch woher es kommt. Aus irgendeinem - ihm nicht zu deutenden Grund - will sich die Psyche zeitweise aus ihrem Alltag verabschieden. Der belastende Zustand hat viele Gesichter und nicht minder unterschiedliche Ursachen. Mit fachkundiger Hilfe gilt es, auslösende Faktoren zu erkennen. Unbesehen des Ursprungs und der Ausprägung der Depressionen ist ihnen allen gemein, dass sie mit seelischen Triggerpunkten versehen sind. Erst durch die Eingrenzung des Unbekannten wird den Betroffenen bewusst, welche belastenden Alltagssituationen ihr Unterbewusstsein niederschmettern. Wer jedoch den Feind seiner Psyche kennt, kann mit diesem Wissen neuen Schüben der Depressionen vorbeugen.

Behandlung ist zugleich Vorbeugung

Psychotherapeutisch werden dem Patienten Strategien für eine gesündere Problembewältigung an die Hand gegeben. Die Verarbeitung traumatischer Erlebnisse stellt dabei oftmals einen großen Anteil dar. Schritte zur Selbsterkenntnis sind es auch, die dem Patienten ein stabileres Selbstwertgefühl vermitteln sollen und somit eine Teilnahme an einem normalen, freudvollen Alltag erst wieder ermöglichen.

(nix/chk)