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Depressionen erkennen: Erkennen als erster Schritt zur Therapie

Depressionen erkennen : Erkennen als erster Schritt zur Therapie

Symptome von Depressionen zu erkennen, ist für den Betroffenen eine schwierige Gratwanderung. Er befindet sich in einer körperlichen oder psychischen Flucht vor sich selbst und der Außenwelt. Weshalb es ihm gerade jetzt schwerfällt, der Krankheit einen Namen zu geben.

Die Problematik des Betroffenen an sich selbst Symptome von Depressionen erkennen zu können, liegt vordringlich darin, dass er sich in einem Zustand befindet, in dem ihm gerade das schwerfällt: Die Erkenntnis der eigenen Probleme. Die Psyche will sich vor sich selbst verstecken und lässt einen Rückschluss mit dem Blick in den Spiegel der eigenen Seele nur bedingt zu. Bereits dieser Aspekt sollte ein Warnzeichen für den Betroffenen sein, ein Anlass, beispielsweise diese Fragen an sich selbst zu richten: Empfinde ich anhaltende Niedergeschlagenheit? Verliere ich meine Freude - und zwar auch an jenen Dingen, die mir bislang Spaß machten? Werde ich von Selbstzweifeln und -vorwürfen geplagt? Fällt es mir schwer, selbst banale Dinge zu entscheiden? Autoaggressives Verhalten - wie Borderline und Suizidgedanken, oder der Verlust des eigenen Selbstwertgefühls - ist ein dringendes Anzeichen dafür, sich kompetente Hilfe eines fachkundigen Arztes oder Therapeuten zu holen.

Zumal die Symptome vielfach nicht sofort und nicht eindeutig gegen die Erscheinungsbilder anderer Krankheiten abzugrenzen sind, wird der Facharzt zunächst darum bemüht sein, einen organischen Befund auszuschließen. Um die Symptome von Depressionen erkennen und konkret benennen zu können, wird er sich detailliert über den Allgemeinzustand des Patienten informieren. Klagt der Patient über Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, mangelnden Appetit (mit entsprechender Gewichtsabnahme), ist das bereits alarmierend. Erweisen sich Beschwerden beispielsweise des Magen-/Darmtraktes als somatisch - sprechen diese also nicht auf eine Behandlung an - läuten die Alarmglocken schrill.

Auch vom Psychotherapeuten lassen sich die Symptome von Depressionen erkennen und deutlich eingrenzen. Der Weg unterscheidet sich zunächst nicht wesentlich von dem des Facharztes: Grundlage ist immer das Gespräch. Auch ihm wird es wichtig sein, behutsam und gewissenhaft die Erkrankung gegen andere mögliche psychische Befunde abzugrenzen. Da jedoch die Grenzen mancher Erkrankungen fließend verlaufen, ist es für eine erfolgreiche Therapie notwendig, die Symptome von Depressionen erkennen zu können.

(nix/TM)