Glätte und Kälte 7 Tipps, wie Sie mit dem Auto sicher durch den Winter kommen

Düsseldorf · Winterwetter stellt Autofahrer vor Herausforderungen: Die Sicht ist schlecht, das Türschloss eingefroren, das Auto kann ins Rutschen geraten. 7 Tipps, wie Sie sicher durch die kalte Jahreszeit kommen.

Der Winter stellt Autofahrer jedes Jahr vor Schwierigkeiten.

Der Winter stellt Autofahrer jedes Jahr vor Schwierigkeiten.

Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

1. Was gehört an kalten Tagen ins Auto?

  • Eiskratzer, um die Autoscheiben von Eis zu befreien.
  • Handfeger, um Schnee von den Scheiben zu wischen.
  • Handschuhe, damit die Hände beim Eiskratzen warm bleiben.
  • Starterkabel, falls die Autobatterie versagt.
  • Antibeschlagtücher, um beschlagene Scheiben innen frei zu machen.
  • Abschleppseil, falls der Wagen schneebedingt liegen bleibt.
  • Decke, falls Sie im Winter länger im Stau stehen.
  • Enteisungsspray, falls das Türschloss einfriert.

2. Autopflege im Winter: Wie bleibt es sauber?

Gerade im Winter werden Fußmatten häufiger schmutzig und sollten daher mindestens einmal pro Woche gereinigt werden.

Gerade im Winter werden Fußmatten häufiger schmutzig und sollten daher mindestens einmal pro Woche gereinigt werden.

Foto: Christin Klose/dpa-tmn
  • Reinigen Sie die Fußmatten regelmäßig. Im Winter mindestens einmal die Woche, bei Bedarf öfter. Die Matten erst abklopfen, dann absaugen und schließlich mit einem Tuch trocknen. So können Sie bereits eine Menge Schmutz und Tauwasser entfernen.
  • Schalten Sie auch im Winter die Klimaanlage im Auto ein. Diese entzieht der Luft Feuchtigkeit, so beschlagen die Scheiben nicht. Damit sich Feuchtigkeit im Auto nicht staut, nehmen Sie am besten feuchte Gummimatten und Teppiche zum Trocknen in die Wohnung.
  • Reinigen Sie die Scheiben immer auch gut von innen mit einem Antibeschlagtuch. „Saubere Scheiben beschlagen weniger“, sagt Hack.
  • Kontrollieren Sie die Scheibenwischerblätter bei jeder Reinigung, rät der ADAC. Durch Schnee und Eis können sie reißen.
  • Decken Sie die Windschutzscheibe vorbeugend ab, wenn Sie den Wagen nicht nutzen. Eine Schaumstoff-Aluminiumfolie schützt die Scheibe im Winter vor Eis und Schnee (und im Sommer vor Hitze).
  • Investieren Sie in einen stabilen Eiskratzer. „Idealerweise verfügt er über eine Sägezahnkante für grobes Eis und eine glatte Kante für Raureif“, sagt Reichel.
  • Der ACV-Experte empfiehlt Eiskratzer mit verlängertem Stiel. Damit kann man deutlich bequemer kratzen. Es gibt auch Handfeger mit Verlängerung, damit kehren Sie leichter Schnee von der Scheibe.
Es empfiehlt sich, im Winter immer einen Handfeger im Auto zu haben, um mühelos den Schnee von der Windschutzscheibe zu wischen.

Es empfiehlt sich, im Winter immer einen Handfeger im Auto zu haben, um mühelos den Schnee von der Windschutzscheibe zu wischen.

Foto: Christin Klose/dpa-tmn

4. Wie kann ich Eisklumpen aus Radkästen entfernen?

  • Treten und stochern: „Oft reicht schon ein beherzter Tritt aus, damit sich Matsch und Schnee lösen“, sagt Hack. Dabei natürlich aufpassen, dass Sie nicht Teile des Fahrzeugs treffen. Mit einem Besenstiel lässt sich hervorragend in den Radkästen stochern.
  • Wischen und kehren: Ist der Schnee noch weich, können Sie ihn einfach mit einem Handbesen oder einer Schneebürste wegwischen. Kehren Sie am besten nach jeder Fahrt die Radkästen kurz ab. Nutzen Sie bei längeren Fahrten Zwischenstopps für die Reinigung.
  • Waschanlage oder Tiefgarage: Hat sich eine feste Eisschicht gebildet, können Sie in der Waschanlage zum Hochdruckreiniger greifen. Oder Sie parken das Auto an einem wärmeren Ort, bis alles geschmolzen ist. Fahren Sie nur, wenn das Eis die Lenkung nicht beeinträchtigt.
  • Vaseline
  • Talkumpuder
  • ein einfacher Lippenpflegestift
  • Melkfett
  • Silikonöl
  • Hirschtalg
  • spezielle Applikationsstifte aus dem Autohandel
Dieses Warnschild weist auf einer Straße auf Straßenglätte hin.

Dieses Warnschild weist auf einer Straße auf Straßenglätte hin.

Foto: Uwe Anspach/dpa-tmn

6. Sicher unterwegs bei Glätte und Schnee - wie gelingt das?

  • Tempo: Passen Sie Ihr Fahrverhalten an das Winterwetter an. Fahren Sie also bei Eis, Schnee und Glätte langsamer als sonst. Fahren Sie früher los, so haben Sie einen Zeitpuffer.
  • Bremsbereit: Seien Sie wachsam. Achten Sie auf Fußgänger. Machen Sie auf freier Strecke eine kurze Bremsprobe, rät der ADAC. So bekommen Sie ein Gefühl für die Straßenlage und den Bremsweg.
  • Sanfte Bewegung: Beim Anfahren, Bremsen und Lenken ist noch mehr Gefühl gefragt. Ruckartiges Abbiegen unbedingt vermeiden, so von Bressensdorf. Falls das Auto festgefahren ist, können Sie im zweiten Gang anfahren. Das kann ein Durchdrehen der Reifen verhindern.
  • Distanz: Halten Sie deutlich größere Abstände zu anderen Fahrzeugen ein, vor allem zu Lkw und Bussen. Bei 60 km/h sollten Sie bestenfalls 60 Meter Abstand halten - also deutlich mehr als den üblichen halben Tachostand, rät der TÜV Süd.
  • Sicht: Kratzen Sie alle Scheiben komplett frei. Rechnen Sie bei Gegenverkehr damit, dass Wasser und Schnee aufs eigene Fahrzeug spritzen und die Sicht einschränken.
  • Sichtbarkeit: Schalten Sie bei erheblich eingeschränkter Sicht die Nebelscheinwerfer ein, damit andere Sie bemerken.
  • Berg und Tal: Geben Sie vor Steigungen mit Gefühl Gas und setzen Sie vor Gefällen die Geschwindigkeit so herab, dass Sie nur wenig bremsen müssen.
  • Wärme: Schalten Sie bei Schneefall die Rückfensterheizung rechtzeitig ein, um ein Beschlagen des Rückfensters zu verhindern.
  • Gefahrzeichen: Ignorieren Sie das Straßenschild „Schnee und Glätte“ nicht, erkennbar am Schneeflockensymbol. Es warnt Sie vor Streckenabschnitten, auf denen es schnell zu Glatteis kommen kann.
  • Kommt das Fahrzeug beim Bremsen ins Rutschen, müssen Sie die Bremse so weit lösen, dass sich das Fahrzeug wieder in die Spur bringen lässt.
  • Bringt das nichts und besteht die Gefahr, dass das Auto mit einem Hindernis kollidiert, müssen Sie eine Vollbremsung machen.
(dpa)
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