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Kampfansage an Regierungen: Lulzsec meldet sich zurück

Kampfansage an Regierungen : Lulzsec meldet sich zurück

Am Sonntag soll es soweit sein: Die Hacker-Gruppe Lulzsec will auf die Bildfläche zurückkehren – und zwar als Lulzsec Reborn. Einen ersten Vorgeschmack haben die Hacker bereits vor etwa einer Woche gegeben. Dabei wurde gegen die führenden Mitglieder Anklage erhoben.

Am Sonntag soll es soweit sein: Die Hacker-Gruppe Lulzsec will auf die Bildfläche zurückkehren — und zwar als Lulzsec Reborn. Einen ersten Vorgeschmack haben die Hacker bereits vor etwa einer Woche gegeben. Dabei wurde gegen die führenden Mitglieder Anklage erhoben.

Vor einigen Tagen tauchte auf der Videoplattform Youtube ein Video mit dem Titel "Lulzsec Reborn" auf. Darin verkündet eine Stimme, dass die Hackergruppe von Lulzsec wieder zurückkehren werde — und zwar am 1. April.

"Ihr könnt uns nicht stoppen", sagt die Stimme im Video, auch nicht, wenn einige Mitglieder festgenommen worden seien. "Wir werden nur stärker", sagt die Stimme den Regierungen dieser Welt den Kampf an. Lulzsec werde weitermachen damit, die Server etwa von "korrupten Regierungen anzugreifen".

Es ist eine Ankündigung, die so niemand hat kommen sehen. Denn erst Anfang März hatten die USA Anklage gegen fünf Mitglieder der Hackergruppen Anonymous und eben Lulzsec erhoben, ein sechster hatte sich schon zuvor schuldig bekannt. Damals zitierte der Sender Fox einen beteiligten FBI-Beamten mit den Worten: "Wir haben den Kopf von Lulzsec abgeschlagen."

Die Festnahme der — wie es damals hieß — führenden Köpfe der Hackergruppen hatte bei Lulzsec Folgen: Die Gruppe löste sich auf. Doch nun will sie zurück sein. Ob es sich wirklich um die gleichen Hacker handelt, weiß niemand. Laut stern.de bestehe die Gruppe nach eigenen Angaben nur aus sechs Mitgliedern.

Doch Luzsec Reborn gibt es — und das stellten sie gleich unter Beweis. Wie etwa das Portal Heise Online schreibt, veröffentlichte die Gruppe Datensätze einer Datingbörse des US-Militärs inklusive Anschriften, Kennwörter, Klarnamen. Auch veröffentlichten sie Daten eines in den USA und Indien tätigen IT-Dienstleisters, darunter die Namen, Telefonnummern und Kennwörter von zehn Mitarbeitern, aber auch von Kunden.

Es sind Aktionen, wie man sie auch von früher von Lulzsec kennt. Sie hatten sich Zugang zu zahlreichen US-Servern verschafft. Unterhaltungsfirmen wie Sony, zum US-Senat und zum US-Geheimdienst CIA waren Opfer der Attacken. Und laut dem im Internet verbreiteten Video werden Behörden sich genau auf solche Hacker-Angriffe auch in Zukunft einstellen müssen. Ob es am 1. April dann wirklich soweit ist, wird Lulzsec Reborn die Welt schnell wissen lassen.

(das)