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Corona-Impfung NRW: Prio 3 - Welche Menschen zur Gruppe gehören

Corona-Impfungen in NRW : Diese Menschen gehören zu Impf-Gruppe 3

Weil nur begrenzte Impfstoffmengen vorhanden sind, regelt eine Priorisierungsliste in Deutschland, wer wann dran ist. Bald geht es in NRW für die Menschen in Gruppe 3 los. Wir erklären, wer dazugehört und wie man einen Termin bekommt.

„Immer mehr Tempo, Tag für Tag“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) auf dem Impfgipfel. Dass es schneller voran geht, macht sich bemerkbar. Am vergangenen Mittwoch wurden bundesweit 1,1 Millionen Impfungen gespritzt, davon 230.857 nur in NRW. Das sei Rekord, so Laschet. Dadurch, dass mehr Impfdosen zur Verfügung stehen, geht es nun auch mit der Priorisierung voran.

Wann geht es los?

Das steht zurzeit noch nicht ganz fest. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) geht davon aus, dass die Corona-Impfungen in Gruppe 2 bis Ende Mai beendet sein sollen. Erfahrungsgemäß startet die nächste Stufe kurz vorher. Wenn die Menschen in der Gruppe 3 an die Reihe kommen, werde das Land mit Aktionen in den Impfzentren gezielt bestimmten Gruppen ein Angebot machen, kündigte er an. Anmeldung und die Festlegung der Reihenfolge werden wohl ab Mai erfolgen. Ab Juni soll die Impfpriorisierung dann ganz wegfallen. Bei den Hausärzten geht es schneller: „Wir werden jetzt mit der Priorisierungsgruppe 3 anfangen“, kündigte Carsten König, Vizechef der KV Nordrhein und selbst impfender Arzt, an.

Wer gehört zur Gruppe 3?

Die dritte Gruppe der Impfungen gegen Corona besteht zum größten Teil aus Personen, die über 60 sind. Außerdem gehören Personen dazu, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf einer Corona-Erkrankung haben, wie Asthmatiker, Diabetiker (sofern sie wegen Komplikationen nicht in Gruppe 2 sind), HIV-Infizierte, Krebserkrankte, Menschen mit chronischer Darmerkrankung und Fettleibige (mit einem Body-Mass-Index über 30).

Welche Berufsgruppen gehören zur Impf-Gruppe 3?

In die Priogruppe 3 gehören auch Mitglieder von Verfassungsorganen, wie zum Beispiel Regierungen und Verwaltungen, Justiz, Bundeswehr, Polizei, Zoll oder Katastrophenschutz. Ebenso zählen Menschen aus Unternehmen dazu, die Teil der kritischen Infrastruktur sind: Apotheker, Bestatter, Wasser- und Energieversorgung, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, Medienunternehmen, im Transport- und Verkehrswesen, der IT und im Telekommunikationswesen. Auch Menschen, die im Lebensmitteleinzelhandel, in Laboren oder in der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind, gehören zur Gruppe 3. Ebenso dazu gehören Lehrer, die nicht an Grund-, Förder- oder Sonderschulen tätig sind. Diese können sich bereits seit dem 8. März impfen lassen.

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Wahlhelfer und Kontaktpersonen

Neben Älteren, Vorerkankten und Menschen bestimmter Berufsgruppen fallen auch Ehrenamtliche unter die Gruppe 3. Wahlhelfer und Wahlhelferinnen sind bald an der Reihe und können sich impfen lassen. Ebenso haben Kontaktpersonen eine hohe Impfpriorität. Wer engen Kontakt zu schutzbedürftigen Menschen hat - also zu Schwangeren oder pflegebedürftigen Personen, die nicht einer Einrichtung leben und über 60 Jahre alt sind - darf sich bald impfen lassen. Zwei Kontaktpersonen dürfen pro Person angegeben werden.

Wie bekommt man einen Termin?

Noch ist die Terminvergabe für die Priogruppe 3 nicht freigeschaltet. Wenn das der Fall ist, wird es so laufen wie bisher: Da voraussichtlich viele Impfungen im Impfzentren verabreicht werden, muss ein Termin vereinbart werden. Die KV Nordhrein erreichen sie telefonisch unter 0800 / 116 117 01, die KV Westfalen-Lippe unter 0800 / 116 117 02.

Alternativ ist es auch möglich, sich bei einem niedergelassenen Arzt telefonisch oder per E-Mail melden und fragen, ob eine Corona-Impfung möglich ist.

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes fehlte der Hinweis auf die Lehrer. Diesen haben wir inzwischen ergänzt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Impfen bei Hausärzten

(desa/anh)