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"Rayman Legends" durchgespielt: Er hüpft wieder - und wie

"Rayman Legends" durchgespielt : Er hüpft wieder - und wie

Rayman ist wieder da. Und mit dem neuesten Streich der schlappohrigen Kultfigur macht Publisher Ubisoft jeden zum Kind, der den Controller in die Hand nimmt – um in den grandios gezeichneten Leveln mit noch grandioserer Musik zu hüpfen, zu sprinten oder zu schweben.

Rayman ist wieder da. Und mit dem neuesten Streich der schlappohrigen Kultfigur macht Publisher Ubisoft jeden zum Kind, der den Controller in die Hand nimmt — um in den grandios gezeichneten Leveln mit noch grandioserer Musik zu hüpfen, zu sprinten oder zu schweben.

Ein Jump'n'Run in 2D — das kann doch nur altmodisch sein, antiquiert, wenig inspiriert. Wer so denkt, wird nach nur fünf Minuten mit Rayman Legends seine Meinung ändern.

Die Musik ist mitreißend bis tanzbar und beschwingt, aber stets passend zu dem, was man auf dem Bildschirm sieht. Und das ist eine herrlich bunte Fantasy-Welt, die von Level zu Level anders aussieht.

Mal turnt Rayman im antiken Griechenland herum, dann wieder in einer an "20.000 Meilen unter dem Meer" inspirierten Welt. Oder er wird in eine Ente verwandelt und muss sich mit Hilfe des Gefährten Murfy durch mexikanische Süßigkeiten arbeiten.

Wenn es etwas gibt, was Rayman auszeichnet, dann ist es die Liebe zu Detail: Die Abschnitte sind von Hand gezeichnet, lehnen sich an französische Comics an und sind mal schrill, mal wunderschön und immer wieder bunt.

Auf jeden Fall aber macht es Spaß, sich in dieser Welt zu bewegen. Vor allem, weil der Soundtrack nicht nur stets stimmig ist, sondern überaus abwechslungsreich. Selbst nach Stunden mit dem Spiel taucht kein Musikstück zweimal auf.

Es gibt tatsächlich für jeden der vielen, vielen Abschnitte eine eigene Musik, die sogar hilfreich sein kann: Man kann in einigen Leveln nur am Rhythmus oder dem Trommelschlag erkennen, wann man springen muss oder schnell laufen.

Voller Ideen und mit viel Liebe zum Detail

Der gleiche Ideenreichtum findet sich auch im Spiel wieder. Mal muss man klassisch für ein Jump'n'Run einen Hindernisparcours meistern und Gegnern ausweichen oder sie mit einem Sprung oder einer Ohrfeige vom Bildschirm fegen.

Dann wieder rennt man buchstäblich gegen die Zeit zum Ende eines Levels oder taucht durch ein Labyrinth voller Minen. In anderen Abschnitten bewegt man sich in bester Stealth-Manier vorbei an Überwachungssystemen und drückt sich witzig animiert platt auf den Boden. Es gibt viel zu sehen und zu tun bei Rayman Legends — und viel zu entdecken: Denn in jedem Level gibt es noch versteckte Bereiche.

Gewalt sieht man dafür so gut wie kaum — bis auf ein paar Ohrfeigen, die verteilt werden. Kinder kann man das Spiel darum ohne Bedenken genießen lassen.

Allerdings sind einige der Abschnitte so trickreich, dass jüngere Spieler eventuell überfordert sind. Vielleicht ist das aber auch nur die Arroganz eines Erwachsenen, der bei Rayman zwar wieder zum Kind wird — aber an einigen Stellen fast verzweifelt.

Selten hat ein Spiel so viel naiven Charme versprüht. Und noch mehr Spaß macht es, wenn man zu zweit, zu dritt oder zu viert spielt und die Partner der Versuchung widerstehen, den anderen auf dem Bildschirm eine Ohrfeige zu verpassen — weil das so herrlich verrückt aussieht.

Grafik 10 von 10

+ sehr liebevoll, abwechslungsreich gestaltete Level

- nichts

Sound 9,0 von 10

+ unglaublich großes Repertoire unterschiedlicher Musikstücke

- recht wenige Soundeffekte

Gameplay 9,5 von 10

+ variierendes Gameplay von Rennen über Springen, Fliegen, Klettern bis Tauchen

+ sehr umfangreiches Spiel, das lange beschäftigen kann

+ viele Multiplayer-Optionen

+ viele Spielfiguren

- bisweilen recht knackiger Schwierigkeitsgrad

Gesamtwertung: 9,5 von 10

Hier geht es zur Bilderstrecke: "Rayman Legends" - handgezeichnete Level, mitreißende Musik

(jov)