Probleme mit DLSS und FSR Vorsicht bei Upscalern in Dragons Dogma 2

Düsseldorf · Dragon’s Dogma 2 musste zum Launch viel Kritik einstecken, unter anderem und zurecht für die schlechte Performance des Spiels. Normalerweise helfen dagegen Upscaler wie DLSS und FSR, hier jedoch ist Vorsicht geboten.

Ein Magier bekämpft in Dragon’s Dogma 2 drei Gegner.

Ein Magier bekämpft in Dragon’s Dogma 2 drei Gegner.

Foto: Capcom

Wer DLSS oder FSR anmacht in einem Spiel, der erwartet, dass die Framerate danach nach oben geht. Je nach Einstellung zwischen Quality und Performance leidet die Bildqualität unterschiedlich stark. In der Regel jedoch nicht so sehr, als dass es den Gewinn an zusätzlichen Bildern pro Sekunde nicht rechtfertigen würde. Die Implementierung der Upscaler in Dragon’s Dogma 2 war vor dem ersten Update höchst widersprüchlich. Nach dem ersten Update arbeiten DLSS und FSR immerhin halbwegs so, wie sie sollen.

DLSS und FSR tun nicht, was man erwarten würde

In den dicht besiedelten Städten in Dragon’s Dogma 2 sind im Grunde alle handelsüblichen Computer (und Konsolen) durch die Leistung der CPU begrenzt. Im schlimmsten Falle langweilt sich die Grafikkarte, weil sie auf Input warten muss. Die Bildrate sinkt, da helfen auch Upscaler nicht.

In der offenen Spielwelt, in der die Grafikkarte an ihr Limit kommt, sollten die Upscaler eigentlich ihre Wirkung entfalten. Das passiert aus unbekannten Gründen aber nur begrenzt. Stattdessen wird das Bild unnatürlich verwaschen und unscharf. Das hat sich mit dem ersten Update zwar gebessert. Der Performance-Gewinn ist aber nicht so groß wie normalerweise üblich. Selbst im Performance-Mode von FSR und DLSS steigt die Bildrate kaum gegenüber dem Quality-Mode. Das ist höchst seltsam.

Die beste Bildqualität ohne Upscaler

Interessanterweise bietet das Spiel in den Grafikeinstellungen einen eigenen Resolution-Regler an, der nur aktiv ist, wenn FSR und DLSS aus sind. Damit kann die interne Auflösung in zehn Stufen geregelt werden. Das beste Verhältnis aus Performance und Bildqualität erzielen wir auf der mittleren Einstellung. Das Bild bleibt bis dahin ausreichend scharf, gegenüber höheren Einstellungen ist die Performance deutlich besser.

Unter der mittleren Einstellung wird das Spiel sehr schnell unscharf und die niedrigere interne Auflösung wird deutlich sichtbar. Der Performance-Gewinn ist zwar beachtlich, das Ergebnis aber alles andere als ansehnlich.

Welche Einstellungen wir sonst empfehlen

Ohne Kantenglättung wirkt das Bild eigenartig körnig. TAA (Temporal Anti-Aliasing) allein schafft es nicht, das ausreichend auszugleichen. Auch wenn FXAA normalerweise keine Empfehlung wäre, machen wir es in Dragon’s Dogma 2 an, um der übertriebenen Körnigkeit entgegenzuwirken.

Grundsätzlich empfehlen wir, alle Einstellungen außerhalb der Städte auf ihren Einfluss auf die Bildwiederholrate zu testen. In den Städten ist die Performance Prozessor bedingt so niedrig, dass sich Einstellungen, die nur die Grafikkarte betreffen, gar nicht bemerkbar machen.

Unser Testsystem enthält unter anderem: AMD Ryzen 7 5700X, 32 GB Arbeitsspeicher, RTX 4070 Super und NVMe SSDs.

Der Text ist nach dem ersten Update, das die Qualität insbesondere bei der Verwendung von DLSS erhöht, aktualisiert worden.

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