Gefrorene Flüsse behindern Versorgung: Kälte lässt Preise für Heizöl explodieren

Gefrorene Flüsse behindern Versorgung: Kälte lässt Preise für Heizöl explodieren

Der Preis für Heizöl ist auf den höchsten Stand seit Sommer 2008 gestiegen. Die Verbraucher mussten zuletzt für 100 Liter Heizöl 92,80 Euro zahlen, wenn sie 3000 Liter abnahmen.

Das geht aus dem täglichen Marktüberblick des Öl-Dienstleisters Tecson hervor. Auch Rohöl ist mit mehr als 116 Dollar pro Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent so teuer wie noch nie in diesem Jahr. Der Grund: Der harte Winter hat viele Verbraucher überrascht. Nun steigt die Nachfrage, und die treibt den Preis.

"In der vergangenen Woche hat die Heizöl-Nachfrage um 400 Prozent zugelegt", sagte Josef Karis, Brennstoffhändler aus Kaarst. Um den derzeitigen Engpass zu überbrücken, liefert der Unternehmer seinen Kunden zunächst Kanister mit 20 bis 60 Litern Heizöl aus. Deutschlandweit heizen rund elf Millionen Haushalte mit Öl.

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Zugefrorene Flüsse verschärfen die Situation: Sie behindern die Versorgung der Raffinerien und Tanklager, wie das Heizöl-Portal FastEnergy mitteilte. Teils müssten die Verbraucher mit Lieferzeiten von vier Wochen rechnen. Tecson rechnet damit, dass der Preis hoch bleibt, solange die Kälte anhält.

Wer zurzeit auf Öl verzichten kann, solle das tun, riet Udo Peters von der Verbraucherzentrale NRW: "Am besten bevorraten Verbraucher Heizöl im Sommer."

(RP/chk)