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Müllentsorgung: Der Streit um die Gelbe Tonne ist beigelegt

Müllentsorgung : Der Streit um die Gelbe Tonne ist beigelegt

Es war ein schweres Ringen: Aber - nach einem monatelangen Streit steht fest, dass der Abfall aus Gelber Tonne und Gelben Sack auch künftig abgeholt wird.

"Es gibt eine Verständigung über die Finanzierungslücke für 2014", sagte Peter Kurth, der Präsident des Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa nach Verhandlungen der Entsorgungssystembetreiber in Köln.

Die Lösung sieht vor, dass acht Handelsketten das Geld für den Verpackungsmüll geben, der bislang nicht finanziert war. Zuletzt hatten noch der fränkische Systembetreiber BellandVision und Edeka miteinander verhandelt, doch auch diese erzielten eine Einigung, wie BellandVision-Chef Thomas Mehl der dpa sagte.

Wie der Abfall untereinander verteilt wird, war bei den neun Systembetreibern - darunter dem Dualen System Deutschland - umstritten. Vom Joghurtbecher bis zur Milchtüte fallen in Deutschland jährlich mehr als zwei Millionen Tonnen Verpackungsmüll an. Hersteller und Handel sollen die Entsorgungskosten tragen. Das soll einen Anreiz geben, möglichst wenig Material zu verwenden und so die Umwelt zu schonen.

Allerdings waren in diesem Jahr nur 88 Prozent der Menge finanziert. Hersteller und Handel wollten ebenso wenig für den privat ins Land gebrachten Müll ausländischer Produzenten zahlen wie für Nicht-Verpackungen, die in den Gelben Tonnen und Säcken landen. Die monatelangen Querelen hatten Zweifel an dem privaten System der Abfallentsorgung genährt. Besonders kommunale Unternehmen betonten, für die Aufgabe besser geeignet zu sein.

"Der Handel ist sehr an einem Fortbestand des privatwirtschaftlichen Dualen Systems interessiert", sagte nun der Geschäftsführer des Handelsverbands Deutschlands, Kai Falk, nach der Einigung. Dafür spreche Effizienz und das Erreichen der Umweltziele. BDE-Chef Kurth sagte, 2015 seien ähnliche Finanzierungsprobleme wegen einer Änderung der Verpackungsverordnung nicht zu erwarten.

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(dpa)