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Frankfurt/Main: Bundesbank warnt vor zu teuren Immobilienkäufen

Frankfurt/Main : Bundesbank warnt vor zu teuren Immobilienkäufen

Die Bundesbank mahnt Käufer von Häusern und Wohnungen angesichts steigender Immobilienpreise in Deutschland zur Vorsicht. "Nach unseren Analysen sind Immobilien in einigen Großstadtlagen in der Tat um etwa 20 bis 25 Prozent überbewertet", sagte die Vizepräsidentin der Notenbank, Claudia Buch, der Wochenzeitung "Die Zeit". "Käufer sollten deshalb immer prüfen, ob sie sich die Immobilie wirklich leisten können."

Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht sei die Preisentwicklung bei Immobilien noch nicht bedenklich, sagte Buch, die seit Mai bei der Bundesbank für Finanzstabilität zuständig ist. "Wir haben es schon seit einiger Zeit mit niedrigen Zinsen zu tun, und in einer solchen Situation sind steigende Immobilienpreise nicht unüblich."

Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigten jedoch, dass das "sehr gefährlich werden" könne, sagte die Ökonomin: "Daher beobachten wir die Lage genau - aber wir sehen in Deutschland derzeit noch keine Übertreibungen, die eine akute Gefahr darstellen."

Bisher nehme das Volumen der Immobilienkredite nur moderat zu, sagte Buch. "Drohen Übertreibungen, kann zum Beispiel den Banken vorgeschrieben werden, dass sie mehr Eigenkapital vorhalten müssen, wenn sie Immobilienkredite vergeben." Das würde den Preisauftrieb am Immobilienmarkt dämpfen, erklärte sie.

(dpa)