Florenz - München 3:2: Bayern trotz Niederlage im Viertelfinale

Florenz - München 3:2: Bayern trotz Niederlage im Viertelfinale

Florenz (RPO). Im "Sturm von Florenz" hat Arjen Robben den deutschen Rekordmeister Bayern München mit einem Geniestreich vor dem frühzeitigen K.o. in der Champions League bewahrt. Der niederländische Superstar sicherte der Elf von Trainer Louis van Gaal mit dem Traumtor zum 2:3 (0:1) beim AC Florenz in einem verrückten Spiel gerade noch den Einzug in das Viertelfinale. Damit dürfen die Bayern, die das Hinspiel vor drei Wochen 2:1 gewonnen hatten, weiter vom Triple träumen.

Robben setzte den Ball aus 22 Metern in den linken oberen Torwinkel und avancierte damit zum "Helden von Florenz". Dabei hatte es zwischenzeitlich bei null Grad, Sturmböen und strömendem Regen schwer danach ausgesehen, dass sich die Champions-League-Träume der Bayern in Luft auflösen.

Nach Treffern von Juan Vargas (28.) und zweimal Stevan Jovetic (54. und 64.) hatte die Fiorentina bereits 2:0 und 3:1 geführt und damit auf Viertelfinal-Kurs gelegen. Für die Bayern hatte Mark van Bommel getroffen (60.).

"Das ist ein großer Erfolg. Es war ein Spiel von hoher Spannung und nach beiden Seiten offen. Ich bin froh, dass wir weitergekommen sind. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie Moral und Charakter hat und jederzeit gezeigt hat, dass sie zurückschlagen kann", sagte ein erleichterter Sportdirektor Christian Nerlinger.

Bei Florenz sorgten lediglich zwei Linksflanken von Vargas für Gefahr. Der war dann aber wenig später zur Stelle. Einen 30-m-Flachschuss von Marco Marchionni konnte Butt nur abklatschen lassen, Vargas traf aus acht Metern halblinks in den Winkel. Dabei kam Daniel van Buyten zu spät. Die Bayern reagierten sofort, doch Robben scheiterte freistehend an Florenz-Keeper Sebastien Frey (34.).

Danach blieb es turbulent. Nach einer Kopfball-Vorlage von Gilardino ließ Jovetic Bayern-Verteidiger Daniel van Buyten alt aussehen und traf zum 3:1 für Florenz. Doch die Bayern-Antwort folgte nur eine Minute später. Arjen Robben setzte den Ball aus 22 m in den linken oberen Torwinkel und bescherte den Münchnern den so wichtigen Anschlusstreffer.

Während bei den Gastgebern die Torschützen herausragten, verdienten sich bei den Bayern Robben und Schweinsteiger die Bestnoten.

Arsenal mit Gala gegen Porto

Der FC Arsenal hat dank Nicklas Bendtner das Viertelfinale erreicht. Die Engländer besiegten nach einer beeindruckenden Leistung auch ohne ihren Mittelfeldstar Cesc Fabregas den FC Porto verdient mit 5:0 (2:0) und machten damit die umstrittene 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel wett.

Bendtner avancierte mit drei Treffern (10., 25., 90.+1) zum Matchwinner. Außerdem trafen Samir Nasri (64.) und Emmanuel Eboue (66.) für die "Gunners". Fabregas, bester Torschütze und Vorbereiter der Londoner in der laufenden Spielzeit, fiel mit einer Oberschenkelverletzung aus.

Arsenal zeigte sich von Beginn an überlegen und hatte bereits in den ersten zehn Minuten mehrere Torchancen. Bendtner nutzte eine davon, als er von einem Zusammenstoß von Portos Torhüter Helton mit einem Mitspieler profitierte und aus elf Metern abstaubte. Allerdings hätte der Treffer nicht zählen dürfen, da Arsenal-Stürmer Andrej Arschawin beim Abschlag von Torwart Manuel Almunia im Abseits stand.

Am zweiten Tor der Mannschaft von Trainer Arsene Wenger gab es allerdings nichts zu kritisieren. Nach einer starken Einzelleistung von Arschawin, der an mehreren Portugiesen vorbeizog, musste Bendtner aus kurzer Distanz nur noch ins leere Tor einschieben.

Arschawin hätte seine starke Leistung bereits vor der Pause noch krönen können, doch schoss er in der 34. Minute aus elf Metern freistehend über das leere Tor.

Auch nach der Pause waren die Gastgeber drückend überlegen. Samir Nasri mit einer starken Einzelleistung, bei der er drei Gegenspieler aussteigen ließ (64.), und Eboue nach einem Konter und erneuter Vorarbeit von Arschawin (66.) sorgten für die Entscheidung. Bendtner erzielte in der Nachspielzeit (90.+1) nach einem Foul an Eboue mit einem Elfmeter den Endstand.

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(SID/chk)