Düsseldorfer EG: DEG hat Kreutzers Konzept umgesetzt

Düsseldorfer EG: DEG hat Kreutzers Konzept umgesetzt

Der Trainer setzt auf Disziplin und Defensive und hat damit Erfolg. Die Düsseldorfer haben die Runde der letzten 32 in der Champions League erreicht. Somit dient das letzte Gruppenspiel in Linz als Generalprobe für den Liga-Start.

Am Tag nach dem Paukenschlag ist die Stimmung gelöst. Die Spieler der Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft sind fit, keiner hat einen dicken Kopf. Natürlich haben sie nach dem 2:1-Sieg nach Penaltyschießen in Turku noch zusammengesessen und ein, zwei Bier getrunken. "Mehr konnten wir uns bei den Preisen hier nicht leisten", meinte Trainer Christof Kreutzer augenzwinkernd. Durch den überraschenden Erfolg beim Favoriten hat die DEG sich vorzeitig für die K.o.-Runde der Champions League qualifiziert und so das drohende Endspiel am Sonntag (17 Uhr) bei Black Wings Linz vermieden. Die Mannschaft flog gestern Mittag von Finnland nach Österreich, wo sie bereits am Abend in Linz trainierte.

Der Erfolg in Finnland ist gleich aus mehreren Gründen beeindruckend. So ist es Trainer Christof Kreutzer und seinem Assistenten Tobias Abstreiter nicht nur gelungen, die Fehler bei der 4:5-Niederlage im Hinspiel zu erkennen, sondern sie haben die Lehren daraus gezogen und der Mannschaft ein taktisch anderes Konzept verpasst. Anstatt daheim offensiv auf Sieg zu spielen und sich auf einen offenen Schlagabtausch einzulassen, setzte die DEG auf Stabilität in der Defensive. "Die Mannschaft hat die Vorgaben gut umgesetzt und sehr diszipliniert gespielt", sagt Kreutzer. "Wir mussten die Gegentreffer deutlich reduzieren. Aber wir waren von Anfang an das bessere Team. Ich bin sehr zufrieden mit den Jungs."

Zwei Spieler standen besonders im Blickpunkt. Torhüter Bobby Goepfert absolvierte nach fast einjähriger Verletzungspause (Hüfte) sein erstes Pflichtspiel. Zwar ging das Gegentor auf seine Kappe, doch glänzte er beim Penaltyschießen: einen killte er bereits in der regulären Spielzeit, und später scheiterten alle fünf Finnen. "Das stärkt sein Selbstbewusstsein", sagt Kreutzer. "Ich habe immer gesagt, dass wir sehr gute Torhüter haben." Auch in Linz wird Goepfert wieder zwischen den Pfosten stehen, nachdem Mathias Niederberger in den beiden Heimspielen im Tor stand.

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Von elf Penaltys landete nur einer im Netz, der von Eduard Lewandowski. Das wiederum überrascht nicht wirklich, zeigt aber die ganze Klasse dieses Routiniers. Der 34-Jährige, der zuletzt sieben Jahre in der russischen Top-Liga spielte, verfügt über ein gutes Auge, exzellente Technik und große Nervenstärke. "Deshalb hatte ich ihn auch las letzten Schützen nominiert", erklärt Kreutzer. "Ich wusste, dass er mit dem Druck umgehen kann, das zeichnet ihn aus."

Auch wenn es morgen in Linz nicht mehr zu einem Endspiel kommt und die DEG entspannter ins Spiel gehen kann, so ist es für Kreutzer nicht bedeutungslos: "Es geht um die 1000-Euro-Punktprämie der Champions League und es ist für uns die Generalprobe vor dem Liga-Start am kommenden Wochenende."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Christof Kreutzer

(ths)
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