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Demokratie-Proteste: Aktivisten aus Hongkong dürfen nicht nach Peking

Demokratie-Proteste : Aktivisten aus Hongkong dürfen nicht nach Peking

Drei Anführern der prodemokratischen Proteste in Hongkong ist eine Reise zu Gesprächen mit Vertretern der chinesischen Regierung nach Peking verwehrt worden. Weil sie in Hongkong nicht angehört wurden, wollten sich die Studenten direkt an die Staatsführung wenden.

Die Studenten Alex Chow, Nathan Law und Eason Chung waren am Samstag am Flughafen von Hongkong eingetroffen, wo sie von zahlreichen Unterstützern begrüßt wurden. Doch wurden ihnen Bordkarten verweigert, weil ihre benötigten Reisedokumente angeblich ungültig waren. Anschließend verließ die Gruppe den Airport wieder. Am Abend sollte es eine Pressekonferenz geben.

Vor dem verweigerten Abflug sagte Chow, sie wollten nach Peking reisen, um dort die Meinung der Hongkonger kund zu tun. Die drei hatten geplant, direkt nach ihrer Ankunft in der chinesischen Hauptstadt unverzüglich zum Parlament zu ziehen, um sich um Gespräche mit Ministerpräsident Li Keqiang und anderen zu bemühen. Die Regierung Hongkongs hatte die Bitte der Studenten, ein Treffen mit Chinas Führung zu arrangieren, zurückgewiesen. Chung sagte, damit sei sie ihrer Pflicht nicht nachgekommen. "Deswegen gehen wir selbst hin."

Die drei gehören zu einer Studentengruppe, die maßgeblich bei der Organisation der Straßenproteste in Hongkong mitgewirkt hat. Chung hatte am Freitag gesagt, er und die beiden anderen Aktivisten hätten Flugtickets für eine Reise nach Peking gekauft.

Die Demonstranten protestieren seit zwei Monaten gegen die Pläne der chinesischen Regierung, wonach alle Bewerber für die Wahl in Hongkong 2017 von einer Peking-freundlichen Kommission bestätigt werden sollen, bevor sie kandidieren können. Sie haben in Hongkong Straßen an drei Stellen besetzt, unter anderem in der Nähe des Regierungssitzes und fordern freie Wahlen. Peking hält die Proteste für illegal.

(ap)