Frostgefahr in Teilen NRWs: Der erste Schnee ist auf dem Brocken gefallen

Frostgefahr in Teilen NRWs : Der erste Schnee ist auf dem Brocken gefallen

Schierke (RPO). Die ersten Vorboten des Winters haben Deutschland erreicht. In den bayerischen Höhenlagen sorgten teils kräftige Schneefälle für Winterstimmung. Die Schneefallgrenze sei auf 1000 Meter gesunken, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdiensts (DWD) in Offenbach.

Auf der Zugspitze wurden am Samstag 35 Zentimeter Schnee gemessen, auf dem Wendelstein lagen 20 Zentimeter Schnee, und der Große Arber im Bayerischen Wald war von einer 11 Zentimeter dicken Schneeschicht bedeckt. Auch auf dem Feldberg im Schwarzwald und auf dem Brocken im Harz fielen mehrere Zentimeter Schnee.

Für das winterliche Wetter ist ein Sturmtief über Skandinavien verantwortlich, das kalte Luft heranbringt. Auf der Zugspitze wurden in der Nacht zu Samstag minus elf Grad gemessen. Auch in der Nacht zu Sonntag gibt es Schnee.

Erster Schnee auf Feldberg und Brocken

Auf dem Feldberg fiel erstmals in diesem Herbst Schnee. Auf der höchsten Erhebung der deutschen Mittelgebirge wurden am Samstag sieben Zentimeter Schnee gemessen, wie ein Sprecher des DWD sagte. Die Temperaturen lagen dort um den Gefrierpunkt. In der Nacht zu Sonntag muss nach DWD-Angaben auf der Alb und im Schwarzwald oberhalb von 800 bis 1.000 Meter mit Schneeschauern gerechnet werden. Dabei können die Straßen gefährlich glatt werden.

Auch auf dem Brocken, dem höchsten Berg Norddeutschlands, gab es in der Nacht zu Samstag erstmals in diesem Herbst Schnee. Der Berg sei mit einer geschlossenen Schneedecke von vier Zentimetern Höhe bedeckt, teilte die Wetterwarte auf dem Brocken auf dapd-Anfrage mit. Bei Windstärke sechs habe die gefühlte Temperatur am Morgen bei minus 15 Grad gelegen. Gemessen wurden minus drei Grad.

Dass bereits Anfang Oktober eine geschlossene Schneedecke auf dem Brocken liegt, ist nach Angaben der Wetterwarte äußerst selten. Seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1895 sei nur in den Jahren 1956 und 1994 eine solche Schneemenge zu diesem Zeitpunkt herunter gekommen.

Noch Anfang des Monats wärmster Oktobertag

Verglichen mit dem spätsommerlichen Wetter der vergangenen Tage ist der Schneefall noch außergewöhnlicher. Erst Anfang des Monats wurde auf dem Brocken der bislang wärmste Oktobertag seit der Wetteraufzeichnung registriert. Mit 21,9 Grad sei es am 2. Oktober in diesem Monat noch nie so warm gewesen auf dem Brocken, teilte die Wetterwarte mit.

Auch auf dem Fichtelberg in Sachsen fiel der erste Schnee des Herbstes. Auf dem 1.215 Meter hohen Berg liege allerdings keine geschlossene Schneedecke, sagte ein DWD-Meteorologe auf dapd-Anfrage in Leipzig. Nur vereinzelt gebe es Schneeflecken.

Nach Angaben des DWD setzt sich in Deutschland das wechselhafte Wetter in den nächsten Tagen fort. Zum Wochenbeginn sollen die Temperaturen steigen. Zudem ist es häufig windig. In der Nacht zu Sonntag kann es im Westen und Nordwesten bei längerem Aufklaren noch Bodenfrost geben.

Frostgefahr in NRW

In der Nacht zum Sonntag könnten die Temperaturen in Teilen Nordrhein-Westfalens Richtung Gefrierpunkt sinken. In den Tälern im Sauer- und Siegerland sowie in der Eifel besteht bei aufklarendem Himmel Frostgefahr, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Essen am Samstag mitteilte. Stellenweise ist Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern möglich. Die Tageshöchsttemperaturen am Sonntag liegen nach DWD-Angaben bei leichtem Regen um die zwölf Grad Celsius.

Das wechselhafte Wetter setzt sich in den nächsten Tagen fort. Zum Wochenbeginn sollen die Temperaturen steigen. Zudem ist es häufig windig.

Am Sonntag ist es zu Beginn im Norden und der Mitte gebietsweise locker bewölkt. An den Alpen regnet oder schneit es noch etwas. Im Laufe des Tages entwickelt sich aus Richtung Westen eine geschlossene Wolkendecke. Infolgedessen breitet sich Regen bis in die Mitte Deutschlands aus. In den Alpen steigt die Schneefallgrenze wieder bis in die Hochlagen an. Die Temperaturen erreichen meist zwischen 10 und 15 Grad, im höheren Bergland um die 8 Grad.

In der Nacht zu Montag überwiegt starke Bewölkung, gebietsweise regnet es. Die Tiefstwerte bewegen sich meist zwischen 13 und 7 Grad.

Für Montag kündigen die Meteorologen starke Bewölkung an. Verbreitet gibt es Regen. Erst am Nachmittag kann sich insbesondere im Südwesten ab und zu die Sonne durchsetzen. Die Werte steigen am Tag auf 13 bis 17 Grad, im Westen bis 19, am Oberrhein bis 20 Grad.

Am Dienstag erreichen die Höchstwerte zwischen 12 und 16 Grad, im Südwesten werden örtlich bis 19 Grad erreicht. Erneut gibt es starke Bewölkung mit zeitweisem Regen. Unter anderem an den Alpen und im Küstengebiet regnet es wieder länger.

(DAPD/felt)
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