Auch wieder brennende Autos in Berlin: Zahl der Pkw-Brandstiftungen in NRW steigt

Auch wieder brennende Autos in Berlin : Zahl der Pkw-Brandstiftungen in NRW steigt

Düsseldorf (RPO). Die Zahl der Pkw-Brandstiftungen nimmt in NRW zu. Dies geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Landtag hervor. Unterdessen sind in der Nacht zum Samstag in Berlin wieder acht Autos Opfer von Brandanschlägen geworden.

In NRW gab es 2008 210 Fälle. 2009 wurden bereits 240 Autos angezündet. 2010 stieg die Zahl auf 309. Ein politisch motivierter Hintergrund konnte aber nur in wenigen Fällen ermittelt werden. Die meisten Täter blieben unerkannt.

"Die Landesregierung nimmt die aktuelle Entwicklung der Brandstiftungen an Kraftfahrzeugen sehr ernst", heißt es in der Antwort der Regierung. Die Kreispolizeibehörden analysierten in ihren Bezirken fortschreibend die Entwicklung des Phänomens.

Laut Medienberichten waren in den ersten fünf Monaten des Jahres 2011 in Nordrhein-Westfalen bereits 344 Fälle versuchter oder vollendeter Brandstiftung an Autos gezählt worden. Brennende Autos sorgen vor allem in Berlin und Hamburg für politischen Streit.

In Berlin brennen die Autos

Autobrandstifter haben in Berlin in der Nacht zum Samstag acht Fahrzeuge angezündet. Allein im Stadtteil Lichterfelde wurden sechs Autos in Brand gesteckt, drei weitere Pkw durch die starke Hitzeentwicklung beschädigt, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten nahmen zwei junge Berliner im Alter von 18 und 19 Jahren vorübergehend als Tatverdächtige fest.

Eine Polizeisprecherin sagte auf Anfrage, sie rechne jedoch damit, dass sich der Tatverdacht gegen sie nicht erhärten werde. Darüber hinaus zündeten Brandstifter auch je ein Auto in den Stadtteilen Tiergarten und Reinickendorf an. In Berlin sind in diesem Jahr bei Brandstiftungen 625 Fahrzeuge beschädigt worden, davon über 270 bei politisch motivierten Brandanschlägen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Serie von Brandanschlägen auf Autos in Berlin

(DAPD/felt)
Mehr von RP ONLINE