Wülfrath: Rotes Kreuz dankt Blutspendern

Wülfrath : Rotes Kreuz dankt Blutspendern

Die Bereitschaft zur Blutspende nimmt ab. Das zeigt sich auch in Wülfrath.

Es herrschte ein reger Andrang beim Blutspendertermin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in den Räumen der Arbeiter-Wohlfahrt (Awo). Bevor die männlichen und weiblichen Spender zur Ader gelassen wurden, mussten sie sich offiziell mit Blutspenderausweis und Personalausweis im Eingangsbereich bei den zuständigen ehrenamtlichen Helfern des DRK anmelden, danach ein Formular zur gesundheitlichen Vorgeschichte ausfüllen und wurden von einem Arzt hinsichtlich ihrer Blutspendertauglichkeit untersucht. Eine Krankenschwester nahm dann die Blutabnahme vor. An diesem Tag waren es rund 70 Personen, die den Blutspendertermin des DRK nutzten und sich zum Abschluss des Procederes auf Kaffee und sowie belegte Brötchen zur Stärkung freuten.

Es war aber nicht ein routinemäßiger Blutspendertag, wie er etwa sechs bis acht Wochen im Jahr stattfindet. Diesmal wurden auch langjährige Spender besonders geehrt. DRK-Ortsverbandsvorsitzender Sebastian Dahms zeichnete Hans-Günter Michel für 50, Wolfgang Voepel für 100 und Pietro Simonetto für 125 Blutspenden mit einem Präsentkorb, einer Nadel und einer Urkunde aus. „Wir sind ihnen sehr dankbar, dass sie regelmäßig ihr Blut spenden und damit vielen Menschen helfen. Die überreichten Auszeichnungen können in keiner Weise aufwiegen, was sie mit ihrer ehrenamtlicher Blutspende bewirken“, lobte Sebastian Dahms.

Er wies darauf hin, dass die Zahl der ehrenamtlichen Spender immer mehr abnehme und viele ihr Blut nur noch an die zuständigen Stellen „verkaufen“. Der DRK-Vorsitzende machte am Rande der Ehrung deutlich, dass jeder Mensch in die Lage kommen könne eine Blutreserve zu benötigen. Deshalb sei die Entwicklung bedrohlich, dass immer weniger Menschen bereit seien, ihr Blut zu spenden. Dahms betonte, dass die allgemeine Vorstellung nicht zuträfe, dass das Blut hauptsächlich für den schwer verunglückten Motorradfahrer benötigt werde. „Das meiste Blut wird für Krebserkranke sowie Herz- und Kreislaufpatienten benötigt. Erst danach kommt der viel zitierte Motorradfahrer oder andere verunglückte Menschen.“

Während die älteren Spender noch regelmäßig zum Blutspendertermin erscheinen, kommen die jüngeren Leute – wenn überhaupt – eher in unregelmäßigen Abständen. Pietro Simonetto ist bereits 76 Jahre alt. Er erklärt, dass er, so lange es noch möglich sei, sein Blut spenden werde. „Damit helfe ich ja nicht nur anderen, sondern es kann ja gut passieren, dass ich selbst eine Blutkonserve benötige, Dies bedenken leider viele nicht, die sich schwer tun, ihr Blut zur Verfügung zu stellen.“ Ähnlich sieht es Hans-Günter Michel, der hinzufügt, dass das DRK Wülfrath die jeweils gut organisierte Blutspende-Aktion in einer angenehmen Atmosphäre durchführe.

Mehr von RP ONLINE