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Remscheid: Sanftes Eintauchen in eine Märchenwelt

Remscheid : Sanftes Eintauchen in eine Märchenwelt

Marionettenspieler Markus Heip spielte "Hänsel und Gretel" in der Esche am Hohenhagen.

Klassisches Marionettentheater im Stadtteilzentrum Esche: Im Rahmen des Ferienprogramms der Hohenhagener Nachbarschaftsgruppierung "Treppenhaus und Gartenzaun" spielte Puppenspieler Markus Heip vom DuMuP Theater gestern vor rund 60 großen und kleinen Zuschauern das Märchen von Hänsel und Gretel. Das Stück mit seiner liebevollen Inszenierung kam gut an.

Viele Gäste waren der Einladung der Nachbarschaftsgruppe gefolgt und hatten sich im Saal des Gemeindezentrums Esche eingefunden. Dort hatte bereits Puppenspieler Markus Heip sein Equipment aufgebaut und wartete darauf, beginnen zu können. Vorab gab es für sein Publikum noch eine kleine Einführung in Sachen Marionettentheater, denn er spielte das Märchen zur gleichnamigen Oper von Engelbert Humperdinick. "Die Älteren werden wissen, was die Ouvertüre einer Oper ist", begann Heip seine kurze Einführung, bei der er vor allem seinem jüngeren Publikum kurz und knackig die Eigenheiten erklärte. "Ich bin immer während der Ouvertüre im Theater eingeschlafen", erklärte der Marionettenspieler, während im Hintergrund bereits die Musik erklang. "Meine Mutter hat mich dann geweckt, wenn der Vorhang aufging." Mit einem nahtlosen Übergang stieg Heip in das Märchen ein, bewegte heiter und fröhlich die kleinen Figuren des Hänsels und der Gretel. Den Vater der Geschwister, einen alten Holzfäller, ließ Heip ganz nah an das Publikum ran. Die Kinder schauten neugierig auf die Figur, verfolgten all ihre Schritte und schienen fasziniert von der kleinen Puppe zu sein. Überhaupt verfolgten die Zuschauer das Stück aufmerksam und konzentriert: Mit der liebevoll gestalteten Kulisse aus Hütte und Wald tauchte das Publikum völlig in die Märchenwelt ein.

Nach der erfolgreichen Aufführung ihrer Komödie im vorigen Jahr war es für die Nachbarschaftsgruppierung wichtig, auch in diesem Jahr wieder ein kulturelles Angebot in ihr Ferienprogramm einzubinden. Den Kontakt zu Markus Heip hatte Martina Andres, Sprecherin der Gruppe geknüpft. "Wir dachten, Marionettentheater wäre etwas Schönes, das Jung und Alt zusammenbringt und den Stadtteil weiter belebt." Das sei schließlich auch ihr Hauptanliegen. Mit solch einem märchenhaften Nachmittag sind die Mitglieder ihrem Ziel ein Stückchen näher gekommen.

(RP)