Erkrath: Sperrmüll nervt Anwohner in Sandheide

Erkrath: Sperrmüll nervt Anwohner in Sandheide

Wenn im Stadtteil Sandheide der Termin für die Sperrmüllabfuhr näher rückt, spielen sich erstaunliche Szenen ab. Einer stellt eine Couch raus, am nächsten Tag ist alles rund um die Couch voll gestellt.

Wie von Geisterhand. Mit wirklich allem Gerümpel, das die Bürger im überwiegend multinational geprägten Stadtteil entbehren können. Doch nicht immer ist das wirklich Sperrmüll. Entsorgt werden so auch problemlos Alt-Öl-Kanister, Farbeimer, Waschmaschinen, Herde, Fernseher und manchmal sogar Eimer mit völlig undefinierbarem Inhalt.

BmU-Ratsherr Wolfgang Cüppers wohnt in Sandheide und hat das Phänomen schon häufig beobachtet. Offen spricht er davon, dass man zumindest bei Sperrmüll-Terminen das Gefühl habe, auf einer Müllkippe zu wohnen. Vor zwei Tagen war es mal wieder soweit. Auf der Straße fand Cüppers Öl-Kanister, Farbeimer und Autoreifen. Normalerweise wird das alles von einem Betrieb der Wohnungsbaugesellschaft kurz nach dem Sperrmüll-Termin abgeholt. Dieses Unternehmen nimmt den Müll mit, den der Bauhof nicht mitnimmt, weil es eigentlich kein Sperrmüll ist.

Doch offenbar fand aufgrund des Feiertags am Freitag die Sperrmüllabfuhr in der Sandheide einen Tag früher statt. Und irgendjemand hat wohl vergessen, dem Betrieb der Wohnbaugesellschaft Bescheid zu sagen, dass sie den Rest-Müll auch abzuholen haben. Das vermutet zumindest Gerritje Dornau von der Kämmerei der Stadt, ebenfalls zuständig für Fragen der Müllabfuhr.

Gestern war dann der Bauhof so nett, die Alt-Öl und Farbeimer aufzusammeln. So dass es in der Sandheide erstmal nicht mehr aussieht wie auf einer Müllkippe.

(RP)