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Wülfrath: Rathausgelände: Investor sagt wegen neuer Halle ab

Wülfrath : Rathausgelände: Investor sagt wegen neuer Halle ab

Die Hamburger Firma Ansorg Development GmbH hat gestern der Stadt mitgeteilt, dass sie die geplante Bebauung des Rathaus-Geländes zusammen mit einem neuen Veranstaltungsraum nicht realisieren wird. Um das gesamte Gelände zwischen Hallenbad und Parkstraße überplanen zu können, sollte die Stadthalle (kostet die Stadt 250 000 Euro im Jahr) fallen und als Ersatz ein neuer Raum innerhalb des neuen Geschäfts- und Wohnkomplexes geschaffen werden. Offenbar ist es nicht gelungen, ein Betreiberkonzept zu finden, das sich für einen Investor rechnet,

Er habe es erwartet, dass die „Träume“ platzen, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Gerd Rammes zu der Absage aus Hamburg. „Entweder wir lassen jetzt die Stadthalle stehen und haben weiter das Problem mit den Kosten, oder wir lassen den Investor seine Pläne ohne eine neue Halle umsetzen und entwickeln damit auch die Innenstadt.“ Ersatz für den Veranstaltungsort Stadthalle müsste dann in Nachbarstädten gesucht werden.

Rammes geht davon aus, dass der Sieger des Investorenbieterverfahrens Karl Ulrich Ansorg die Pläne des Architekturbüros BRT Bothe, Richter, Teherani umsetzen wird, wenn die Pflicht wegfällt, eine Versammlungsstätte für 500 Personen zu schaffen. Noch im Dezember waren sie im Rathaussaal vorgestellt worden. Danach will der Investor aus Hamburg rund 28 Millionen Euro einsetzen. An der Goethestraße sollen bis 2010 über 4000 Quadrameter Verkaufsfläche für ein Kaufhaus, einen Discounter (als zweiten Magneten) und Einzelhandelsgeschäfte sowie 32 Wohneinheiten und ein Bereich für Mehr-Generationen-Wohnen entstehen. Noch ist dies möglich – wenn Rat und Ansorg dies wollen.

(RP)