Mettmann: Flüchtlinge suchen Wohnungen

Mettmann: Flüchtlinge suchen Wohnungen

Die Stadt muss eine neue Unterkunft bauen. In den Unterkünften ist es eng.

Das Problem ist nicht neu, aber es wächst: Von den rund 550 Migranten, die städtischen Unterkünften wohnen, dürfen 230 eine eigene Wohnung anmieten, da sie als Flüchtling anerkannt sind. Doch diese 230 Menschen finden keine Wohnung in Mettmann, die dem vorgeschriebenen Mietpreis entspricht. Das bedeutet: Über 230 Menschen leben weiterhin in städtischen Unterkünften (einige schon seit drei Jahren) - und das vermutlich noch sehr lange Zeit. Wie im gestrigen Sozialausschuss ausgeführt, kommt hinzu, dass viele Flüchtlinge mindestens drei Jahre in Mettmann wohnen bleiben müssen, da sie unter die Wohnsitzauflage (Residenzpflicht) fallen.

Weiteres Problem: Etwa 130 Menschen leben in von der Stadt 28 angemieteten Wohnungen des Mettmanner Bauvereins. Diese Wohnungen werden aber Ende Juni freigezogen, da der Bauverein auf diesem Gelände sein Lindenquartier plant und baut.

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Wie Fachbereichsleiterin Ute Piegeler unlängst mitteilte, wird die Stadt ein neues Wohnheim für Flüchtlinge am Benninghofer Weg bauen müssen, da die Kapazitäten erschöpft sind.

Die Caritas und die Diakonie legten gestern ihren Jahresbericht zur Flüchtlingsarbeit vor. Beide Verbände engagieren sich seit Jahren in der Flüchtlingshilfe und haben dabei sehr gute Erfolge erzielt. Wie die Diakonie in ihren Bericht mitteilt, stelle das Zusammenleben, speziell in der Seibelstraße, für die Geflüchteten, den Sicherheitsdienst und den Hausmeister eine große Herausforderung dar. Es komme immer wieder zu Spannungen und Auseinandersetzungen. Sicherheitsdienst und Hausmeister bemühten sich um Deeskalation.

(RP)