Goch: 23 Mal Zukunft aus Kessel

Goch: 23 Mal Zukunft aus Kessel

Mumaaso. Ein nur scheinbar schwerer Name, ein erfolgreiches Projekt aus Kessel: Der gleichnamige Vereinum die Vorsitzende Marleen Schwiebbe gibt 23 Kindern in Uganda, was sie sonst nicht hätten. Hoffnung!

goch-kessel Frauen, die sich verstehen, die wissen, worauf es ankommt. Das gilt für Toppi Nabakooza, die gelernte Krankenschwestern, ebenso wie für die Finanz-Angestellte Annet Bazalikaki. Unlängst, beim jüngsten Besuch aus Kessel (und Kalkar), wurde das wieder klar. Marleen Schwiebbe, Vorsitzende von Mumaaso e.V., und ihre Stellvertreterin Elke Reinhardt aus Wissel wissen genau: Das Projekt ist auf einem guten – nein, auf einem sehr guten Weg eben in Sachen „Mumaaso“. Das bedeutet Zukunft. Genau die soll das Projekt geben. 23 Mädchen und Jungen von gut zehn bis 17 Jahren verhilft es zu Bildung. Marleen Schwiebbe: „Unser Verein zahlt das Schulgeld, in dem auch eine Mittagsmahlzeit enthalten ist, zahlt für die medizinische Versorgung, für Schulmaterial.“ 23 Mal Zukunft. Dazu, so Irmgard Janßen, die den Verein mit gründete, zähle im Unterricht beispielsweise das Erlernen handwerklicher Fähigkeiten wie Mauern oder Nähen, dazu gehöre aber auch Ausbildung im Umgang mit dem Computer. Irmgard Janßen: „Pro Kind kostet das 20 Euro im Monat.“ Ein geradezu lächerlicher Betrag für den Besuch staatlich anerkannter und zertifizierter Schulen. Aber Geld, das der junge Verein eben aufbringen muss.

Vor Ort: die Krankenschwester

Toppi Nabakooza, die Krankenschwester und vor Ort die Koordinatorin für die medizinischen und schulischen Belange der Kinder, weiß, warum diese Hilfe so bitter Not tut. In Kessel und dem Rest des Kreises Kleve erzählt’s der junge Verein. Elke Reinhardt: „Die 23 Mädchen und Jungen sind allesamt Waisenkinder, die ohne unsere Hilfe nicht ansatzweise die Chance hätten, etwas zu lernen.“ Schon deshalb nicht, weil sie ständig in der Gefahr sind, als billige Arbeitskräfte ge- oder besser: missbraucht zu werden. Dass sie was lernen könnten, wäre schlicht und einfach Utopie. Nicht aber mit Hilfe aus Kessel und Umgebung. Die geht so weit, dass die Kinder selbst während der Ferien betreut werden. Auch dafür setzt sich vor Ort Toppi Nabakooza ein. „Ihre persönlichen Erfahrungen mit Problemen von Waisenkindern tragen entscheidend zum Erfolg unseres Projektes bei“, betont Marleen Schwiebbe, die sich wie der gesamte Vorstand dafür verbürgt, dass jeder Euro an Spendengeldern auch wirklich dort ankommt, wo er ankommen soll: bei den 23 Waisenkindern in Masaka, am Westufer des Viktoriasees. Stichwort Finanzen: Annet Bazalilaki ist vor Ort die „Haushälterin“, die darüber wacht, dass jeder Cent korrekt verwendet wird.

Wissen um das Glück

Auch die Kinder selbst wissen ganz genau, wie groß ihre Chance, wie groß ihr Glück ist. Sie verpflichteten sich sogar schriftlich, immer fleißig zu sein in der Schule. Mit leuchtenden Augen unterschrieben sie entsprechende „Verträge“. Die Freude sprach für sich.

(RP)