Erkrath: Drei Vorschläge für die Hauptstraße

Erkrath: Drei Vorschläge für die Hauptstraße

Mehr Grün, genug Parkplätze, ein ansprechender Bahnhofsvorplatz und ein repräsentativer Eingang ins Neandertal.

Die Hauptstraße beziehungsweise Professor-Sudhoff-Straße soll sich vom Flickenteppich zu einem ansehnlichen Ort mausern. Zentrale Gestaltungspunkte sind der Bahnhofsvorplatz, der sobald die Rampe fertig ist, zu einem ansprechenden Raum werden soll, sowie der Eingang zur Fußstrecke ins Neandertal von der Straße Thekhaus aus. Auch der Vorplatz des Casinos braucht ein Facelifting. Morgen werden im Planungsausschuss drei Konzepte vorgestellt, von denen die sogenannte Empfehlungskommission mit Landschafts-, Verkehrs- und Planungsexperten schon einen Favoriten ausgeguckt hat. Die Wahl der Kommission fiel auf die "scape Landschaftsarchitekten mit Lindschulte und Kloppe aus Düsseldorf".

Gelobt wird von der Kommission unter anderem die Verkehrsführung - auch für Busse, die sinnvolle Platzierung der Bushaltestellen, die beidseitigen Längsparkplätze, die eine hohe Stellplatzzahl und das Parken vor dem Haus ermöglichen. Auch die Gehwegflächen seien ausreichend breit, heißt es in der Stellungnahme. "Besonders gefällt uns auch die Gestaltung um die Rampenanlage", sagte Alexander Weis, Chef des Planungsamtes.

Perspektive "Neandertalplätzchen", das den Eingang zum Fußweg ins Neandertal aufwerten soll. Foto: Arbeitsgemeinschaft Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn, und BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung, Aachen

Mit dem Konzept von "scape" sieht die Verwaltung auch die Wünsche der Anlieger weitgehend erfüllt. Die wollen vor allem nicht zu viele Bäume an der Straße haben, die Parkplätze wegnehmen und zuviel Arbeit machen. Wichtig ist den Hochdahlern auch der zukünftige Standort der historischen Umlenkrolle. Die ist Wahrzeichen der einstmals steilsten Eisenbahnstrecke Europas von Düsseldorf nach Elberfeld. Sie soll nicht "auf dem Abstellgleis" landen, sondern an einer möglichst prominenten Stelle platziert werden", erklärten sie in einer Bürgeranhörung.

Die letztendliche Entscheidung wird im Frühjahr fallen, sagte Weis. Dann werde auch eine genaue Aussage zu den Kosten gemacht werden können, die auf die Anlieger zukommen. Erst einmal wurden sie auf 150 Euro pro Quadratmeter brutto gedeckelt.

Daran haben sich alle drei Planungsbüros gehalten. Wesentliche Unterschiede gebe es nur bei der Ausgestaltung der Unterführung, so die Verwaltung. Beteiligt werden die Bürger mit 30 Prozent an den Kosten für die Fahrbahn und mit 50 Prozent an Stellplätzen und Bürgersteigen. Nicht umgelegt werden die Planungskosten.

Die Sitzung des Planungsausschusses wurde ins Bürgerhaus Hochdahl an der Sedentaler Straße verlegt, um genug Platz für Zuhörer und Zuschauer zu haben. Sie beginnt morgen um 17 Uhr.

(RP)