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Duisburg: Schaufensterausstellung EarPort im Innenhafen

Ausstellung in Duisburg : Gedanken unter Wolken mit Bildern hinter Fensterscheiben

Unter dem Titel „Gedanken unter den Wolken“ startet jetzt die nächste „Schaufenster-Ausstellung“ im „EarPort“-Zentrum am Duisburger Innenhafen.

Mit der Konzert-Matinée „Quadrophonie: Urkraine/Deutschland“ am 18. Oktober vergangenen Jahres (die RP berichtete) hatte das Zentrum für Musik, Kunst und Performance „EarPort“ am Innenhafen seinen Spielbetrieb trotz angespannter Corona-Zeiten vorsichtig wiederaufgenommen – natürlich unter Beachtung der behördlichen Auflagen und mit genehmigtem Hygiene- und Infektionsschutzkonzept.

Doch wenige Tage später erfolgte der zweite große Lock- und Shutdown und nichts ging mehr – außer: sogenannte „Schaufenster-Ausstellungen“. Eine solche unter dem Titel „Statt-Finden“ fand statt als „Konzert-Installation ohne Spieler und Publikum“, die Anfang der Woche zu Ende ging.

 Heute nun startet die nächste „Schaufenster-Ausstellung“. Ihr Titel: „Gedanken unter den Wolken“. Sie stammt von dem Maler, Zeichner und Grafiker und ehemaligen Duisburger Kunstprofessor Martin Goppelsröder und zeigt 26 Bilder abstrakter Wandgestaltung.

Die meisten von ihnen sind ganz jungen Datums. Ihre Motive weisen eine kräftige, zumeist dunkle Farbgebung auf und erinnern zuweilen an Landschaften, aber auch an undefinierbare Figuren und Formen oder (alp)traumhafte Fantasien. Gemein ist vielen Bildern, die in Gestaltung und Technik deutliche Spuren von Bewegung aufweisen, eine ungeheure Tiefe und Dynamik, die dem Betrachter der Werke im Dialog mit denselben vermittelt wird. Je länger dieser am Bild verweilt, desto interaktiver wird deren Kommunikation.

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 Goppelsröder verwendet Acryl und Tusche als Mischtechnik beim Bemalen der Bilduntergründe, die diesmal überwiegend aus Pappe waren. Auf die Frage, ob die Gedichte „Gedanken unter den Wolken“ des französischen Lyrikers Philippe Jaccottet, die titelgebend für diese Ausstellung sind, für ihn künstlerische Inspiration bedeuteten, antwortete er: „Die Inspiration für mich als Maler bestand darin, parallel zur Literatur bildnerisch zu arbeiten.“

 Die Ausstellung soll bis zum 30. April hängen bleiben und kann täglich 24 Stunden lang rund um die Uhr durch die Schaufensterscheiben des „EarPort“ betrachtet werden.

Ob das geplante Konzert zur Ausstellung mit Streichquartetten, komponiert von Gerhard Stäbler und Kunsu Shim sowie vorgetragen vom renommierten Minguet Quartett, am Freitag, 26. Februar um 19 Uhr stattfinden kann, wird angesichts der gegenwärtigen Corona-Unsicherheiten noch rechtzeitig bekanntgegeben, sagen die Veranstalter Stäbler und Shim.