Duisburg: cubus-Kunsthalle hat jetzt ein Schüleratelier

Duisburg : cubus-Kunsthalle hat jetzt ein Schüleratelier

Der Stellenwert von Kunst und Kultur in unserer Gesellschaft geht immer mehr zurück, an den Schulen gehen diese wichtigen Aspekte oft wegen Lehrermangel unter. Da muss man bei den Kindern und Jugendlichen ansetzen.

17 Jahre lang veranstaltete die cubus-Kunsthalle im Kantpark (Friedrich-Wilhelm-Straße 64) Mitmachausstellungen, die Duisburger Schülern unterschiedliche Kulturen näher brachten. Schon die erste Ausstellung "Der fliegende Koffer. Eine Reise nach Ghana" war 1995 ein großer Erfolg, hatte innerhalb von zwei Wochen 24.000 Besucher. Seit 1999 betrieb außerdem die Schulkulturkontaktstelle in leerstehenden Räumen des Averdunk-Zentrums eine Schüleratelier, in dem kreative Workshop- und Unterrichtsergebnisse aus dem schulischen Kontext ausgestellt werden konnten - inzwischen ist dort kein Strom und Wasser mehr vorhanden.

Aber nun kommt die Schülerkunst endlich an einen ausgesprochenen Kulturort, denn bei cubus ist jetzt ein Raum mit Schaufenster zum Parkplatz an der Friedrich-Wilhelm-Straße als Schüleratelier ausgewiesen. So werden die Schüler dorthin gelockt, wo sie sonst vielleicht nie hin kämen, und können auch noch stolz darauf sein, dass ihre Werke dort ausgestellt werden. Eine erste Ausstellung, die bis nach den Osterferien läuft, zeigt Ergebnisse von drei Projekten. Die Werke der Sonnenschule (das ist eine Schule für psychisch kranke Kinder in Rheinhausen) entstanden in einem "Kunst und Schule"-Projekt mit der Künstlerin Christel Klarhöfer. Deren Kolleginnen Regina Bartholme und Suria Kassimi kamen mit Kulturagenten-Projekten an die Erich-Kästner-Gesamtschule Homberg. Und auf einem Bildschirm läuft der Trickfilm, den zehn- bis 14-jährige Besucherinnen vom Mädchenzentrum "Mabilda" im Duisburger Norden als Kulturrucksack-Projekt mit der Künstlerin Zhenia Couso Martell erstellten.

Eröffnet wird die Ausstellung am heutigen Freitag, 26. Januar, um 17.30 Uhr, im Rahmen des Neujahrsempfangs der cubus-Kunsthalle durch den Kulturdezernenten der Stadt Duisburg, Thomas Krützberg.

Übrigens betonte cubus-Chefin Dr. Claudia Schaefer gegenüber der Presse, dass sie ihren kleinen Konflikt mit dem Immobilien-Management Duisburg (die RP berichtete) inzwischen gelöst hat: "Unser Garten wird nicht wie wild gestaltet - erst nachdem die Neugestaltung des Kantparks abgeschlossen ist, dann gemeinsam mit dem IMD. Im Sommer wollen wir den Garten in Zukunft auch mit Schülern bildhauerisch und gärtnerisch nutzen. Unsere weitere Vertragsgestaltung sehen wir positiv."

(hod)
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