Mordanklage gegen Mieter nach tödlicher Explosion in Dortmund

Dortmund: Mordanklage gegen Mieter nach tödlicher Explosion

Ein 48-jähriger Mann wird angeklagt, vor vier Monaten in seinem Wohnhaus in Dortmund einen Sprengsatz gezündet zu haben. Bei der heftigen Explosion am 31. März starb eine 36-jährige Frau, er selbst wurde lebensgefährlich verletzt.

Nun hat die Staatsanwaltschaft frühzeitig Anklage gegen den verdächtigten Mieter erhoben. Das bestätigte der Sprecher des Landgerichts der "Bild"-Zeitung. Dem Mann werde "Mord, versuchter Mord in vier Fällen sowie das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen", sagte der Sprecher der Zeitung.

Gegen den nunmehr angeklagten Mieter war schon am Tag darauf Haftbefehl erlassen worden. Er hatte nach damaligen Angaben der Staatsanwaltschaft mehrfach in dem Haus randaliert und sollte deswegen seine Wohnung verlassen.

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Die Explosion hatte das Mehrfamilienhaus im Stadtteil Hörde weitgehend zerstört. Erst am nächsten Tag fanden die Rettungskräfte eine vermisste 36-jährige Bewohnerin, deren Handy in den Trümmern geortet worden war.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version der Agentur lnw stand, die Explosion habe sich am 31. April ereignet. Das ist ein Fehler, richtig ist der 31. März. Wir haben den Text korrigiert.

(sbl)