Über die richtige Lage: Worauf es bei Immobilien wirklich ankommt

Über die richtige Lage : Worauf es bei Immobilien wirklich ankommt

Auf die Lage kommt es an - diese Aussage bekommen viele Immobilienkäufer zu hören. Tatsächlich kann der Standort eines Hauses oder einer Wohnung Einfluss auf den Preis haben.

So sind etwa Immobilien in beliebten Gegenden in den Städten meist teurer als auf dem Land. "Eine gute Lage ist damit in der Regel teuer, eine schlechte Lage hingegen billig", sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. "Die heutige Lage sagt aber rein gar nichts über die mögliche Rentabilität der Immobilie als Geldanlage aus." Anders gesagt: Eine gute Lage ist nicht automatisch in 10 oder 20 Jahren auch noch eine gute Lage. "Die Zukunft können natürlich auch Immobilienmakler nicht vorhersehen", erklärt der Finanzexperte. Ob die Wohnung oder das Haus später mit Gewinn verkauft werden kann, hängt unter anderem davon ab, ob sich die Lage des Objekts nach dem Kauf deutlich verbessert.

Umgekehrt gilt das natürlich genauso: "Eine gute Lage kann in einigen Jahren auch an Beliebtheit verlieren", sagt Nauhauser. Entsprechend fallen dann auch die Preise für Immobilien. Käufer sollten das vermeintliche Argument der guten Lage also nicht überbewerten. Oft dient es nur dazu, besonders hohe Preise zu rechtfertigen, an denen sowohl Verkäufer als auch Vermittler ein gleichermaßen großes Interesse haben.

Die passende Lage ist typabhängig

Insbesondere für Selbstnutzer sind andere Aspekte beim Immobilienkauf wichtiger: "Wie gut die Lage ist, hängt natürlich in erster Linie von den Bedürfnissen der Bewohner ab", erklärt Nauhauser. So ist für Familien eine Nähe zu Schulen oder Einkaufsmöglichkeiten unter Umständen wichtiger als ein direkter Anschluss an den Nahverkehr oder die Nähe zu einem belebten Szenebezirk. "Ihre individuellen Bedürfnisse sollten Käufer bei der Objektwahl stärker berücksichtigen als die von Verkäufern hochgepriesene Lage."

(dpa)
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