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Der perfekte Arbeitsplatz im Büro

Im Büro : Der perfekte Arbeitsplatz

Die A+A ist die weltweit führende Fachmesse für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Vom 24. bis 27. Oktober 2005 präsentieren rund 1.300 Aussteller aus 50 Nationen innovative Produkte und Dienstleistungen für den individuellen Schutz und die betriebliche Sicherheit in Düsseldorf. Bei uns erfahren Sie vorab, wie Ihr Büro gestaltet sein muss, damit Sie optimal arbeiten können.

Jeder dritte Büroarbeitsplatz in Deutschland erfüllt nicht die gesundheitlich notwendigen ergonomischen und sicherheitstechnischen Kriterien. Die Folge: Gesundheitliche Beschwerden wie etwa Bandscheibenvorfälle oder eine Erkrankung der Augen, die durch Bildschirmarbeit hervorgerufen werden kann. Um solche gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu vermeiden, gibt es eine Bildschirmarbeitsverordnung. Darin ist festgehalten, welche Kriterien Ihr Arbeitsplatz erfüllen muss:

Die Bürofläche sollte mindestens zehn Quadratmeter betragen. Dabei müssen Sie an Ihrem Arbeitsplatz minimal 1,5 Quadratmeter Platz haben, um sich frei bewegen zu können. An keiner Stelle darf diese Fläche weniger als einen Meter tief sein. Die erforderliche Tischtiefe hängt von der Sehentfernung zum Bildschirm (rund 50 bis 60 Zentimeter) und der Gehäusetiefe des Monitors ab. Allerdings muss eine Büroarbeitsfläche mindestens 80 Zentimeter tief sein. Ist sie kleiner, gilt sie nicht als Arbeitsfläche, sondern als Stell- und Ablagefläche.

Ihre Tastatur sollte frei beweglich und vom Bildschirm losgelöst sein. Vor der Tastatur ist eine Fläche von zehn Zentimetern Tiefe notwendig, damit Sie dort bequem Ihren Handballen auflegen können. Auch die Beine brauchen genug Platz: mindestens 65x60x60 Zentimeter tief muss der Beinraum sein. Außerdem muss ein 80 Zentimeter tiefer Raum Freiheit für Ihre Füße bieten.

Ein Schreibtisch ist kein Ablagetisch! Zum Arbeiten müssen Sie sich frei bewegen können. "Die Arbeitsmaterialien dürfen auf keinen Fall die Bewegungsfreiheit zum Beispiel der Maus einschränken", warnt Ergonomie-Expertin Regine Rundnagel, stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft für Arbeit und Ergonomie in Offenbach. Zudem sollte der Tisch individuell anpassbar und flexibel sein.

Durch Beistelltische etwa können Sie auf Ihrem Schreibtisch erheblich Platz sparen. Der Tisch als solcher muss standfest sein und bei Schwingungen eine gute Dämpfung aufweisen. Außerdem sollte er Vorrichtungen für elektrische Geräte besitzen. Die Norm der Tischhöhe beträgt 72 Zentimeter. Für eine kleinwüchsige Person ist das zu hoch. Um trotzdem optimal zu sitzen, kann man sich in diesem Fall mit einer Fußbank behelfen. Aus Sicherheitsgründen ist es verboten, dass Teile des Bildschirms oder der Verkabelung über die Tischkante hinausragen.

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Bei den Bürostühlen kommt es in erster Linie nicht auf das Design an. "Neben der Verstellbarkeit der Sitzhöhe und der ausreichend hohen Lehnen ist eine Sitzdynamik sehr wichtig", sagt Ergonomie-Expertin Rundnagel. Daher sollte der Stuhl eine Synchronmechanik besitzen. Zusätzlich sollte er fünf gleichartige Gleiter und gebremste Rollen haben. Sogar in der niedrigsten Einstellung muss der Stuhl das Körpergewicht beim Sitzen noch abfedern können. Die Rückenlehne muss mindestens bis zu den Schulterblättern reichen. Ob Armlehnen vorhanden sein sollen, hängt ganz von den Nutzungsgewohnheiten ab. Die Polsterung und der Bezug haben wasserdampfdurchlässig und rutschfest zu sein.

Hier geht es zur Infostrecke: Wie "gesund" ist Ihr Arbeitsplatz?

(RPO)