Deutsche Bank: Drittes Quartal 2015 erneut tiefrote Zahlen

Weiteres Verlustjahr möglich: Deutsche Bank wohl erneut mit tiefroten Zahlen

Die Deutsche Bank dürfte heute für das dritte Quartal abermals tiefrote Zahlen präsentieren. Experten erwarten für die Sommermonate einen Nettoverlust von 600 Millionen Euro.

Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass 2016 ein weiteres Verlustjahr für Deutschlands größtes Geldhaus wird. Die Deutsche Bank kämpft derzeit an vielen Fronten, und auch die Zahlen für das dritte Quartal dürften wenig Anlass zur Zuversicht bieten.

Unter dem Strich rechnen die Analysten mit einem Verlust von gut 600 Millionen Euro. Dabei haben sie im Schnitt angenommen, dass die Bank für Rechtsrisiken weitere 800 Millionen Euro zurücklegen muss. Ende Juni hatte das Institut für mögliche Strafen rund 5,5 Milliarden Euro reserviert, unter anderem für umstrittene USA- Hypothekengeschäfte aus Zeiten vor der Finanzkrise.

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Vor einem Jahr hatte die Deutsche Bank ein Minus von sechs Milliarden Euro ausgewiesen, nachdem Vorstandschef John Cryan kurz nach seinem Amtsantritt milliardenschwere Abschreibungen vorgenommen hatte. Der Brite hat der Bank einen harten Umbau verordnet. Neben dem Rückzug aus zehn Ländern und Teilen des Investmentbankings streicht er unterm Strich 9000 der derzeit rund 100 000 Stellen.

Finanzkreisen zufolge wird intern bereits diskutiert, ob der Spar- und Schrumpfkurs unter Vorstandschef John Cryan verschärft werden muss. Entscheidungen über die Strategie der Bank Deutschlands sind in dieser Woche aber noch nicht zu erwarten.

(jj)
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