Deutschland: 60.000 Menschen hinter Gittern: Zahl der Häftlinge leicht gesunken

Deutschland: 60.000 Menschen hinter Gittern : Zahl der Häftlinge leicht gesunken

Die Zahl der Strafgefangenen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen: Zum Stichtag Ende März 2011 saßen rund 60.000 Menschen im Gefängnis, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte.

2007 waren es noch 64.700. 2000 Häftlinge, also rund drei Prozent, verbüßten 2011 eine lebenslange Freiheitsstrafe. Etwa jeder zehnte Gefangene verbüßt den Angaben zufolge eine Strafe unter drei Monaten, bei zwei Dritteln liegt sie unter zwei Jahren. Das Verhältnis zwischen kurz- und langfristigen Strafen sei seit Jahren weitgehend unverändert, hieß es.

Auch die Altersverteilung der Häftlinge blieb recht konstant: Die unter 25-Jährigen stellen mit gut einem Sechstel nach wie vor den kleinsten Anteil der Strafgefangenen. Ein Drittel ist über 40 Jahre alt. Den weitaus größten Anteil mit knapp 50 Prozent bildet die Altersgruppe der 25 bis 40-Jährigen. Bei 3300 der 60.000 Gefängnisinsassen handelte es sich um Frauen.

Wegen Diebstahl und Unterschlagung waren 12.600 Personen in Haft.
Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Körperverletzung sowie Raub und Erpressung hatten ebenfalls einen großen Anteil an den begangenen Straftaten.

Viele der Strafgefangenen waren nicht das erste Mal in Haft: Rund zwei Drittel (41.800) hatten eine Vorstrafe. Etwa 6700 Strafgefangene mussten bereits im ersten Jahr nach ihrer Haftentlassung zurück in den Strafvollzug.

(APD)