Rücksichtsloser Umgang mit DHL-Paketen (Video)

Kunden sind sauer : Video zeigt rücksichtslosen Umgang mit DHL-Paketen

Ein Video, das seit Mittwoch in sozialen Netzwerken kursiert, sorgt für Verärgerung. Es zeigt, wie jemand Pakete aus einem DHL-Auto achtlos auf einen Haufen vor einer Packstation wirft. Das Unternehmen hat reagiert.

Es sind Bilder, die vor allem Menschen verärgert, die in diesen Tagen Pakete mit DHL verschickt haben. Achtlos wirft jemand zahlreiche Pakete in hohem Bogen auf einen Haufen. Aufgenommen wurde das Video offenbar auf einem Parkplatz in Leopoldhafen in Baden-Württemberg. Zu sehen ist eine DHL-Packstation, ein Haufen Warensendungen und immer wieder Pakete, die aus einem Auto des Logistikunternehmens herausfliegen. Eine Person ist auf dem Video nicht zu sehen.

Bereits in kürzester Zeit ist das Video knapp eine Million Mal angeklickt worden — und das in weniger als 24 Stunden. Der Mann, der das Video laut eigenen Angaben am Mittwoch aufgenommen und auf Facebook hochgeladen hatte, hat das Video bereits wieder gelöscht. Doch zahlreiche Nutzer und DHL-Kunden teilten das Material und luden es auf weiteren Plattformen hoch.

Auch bei der DHL ist das Video angekommen. In der Firma wird dessen Echtheit nicht angezweifelt. "Wir entschuldigen uns dafür in aller Form. Das ist natürlich total inakzeptabel", sagte Achim Gahr, ein Sprecher der DHL, auf Anfrage unserer Redaktion. "Wir gehen dem Fall aktuell bereits intern nach." Dabei werde auch geklärt, ob die Pakete in dem Video gefüllt waren. Der DHL-Sprecher betont, man habe in diesem Jahr extra 10.000 neue Mitarbeiter eingestellt, um dem hohen Paketaufkommen gerecht zu werden.

"Normalerweise verteilen wir rund 4 Millionen Pakete am Tag. In dieser Woche sind es bereits 7 Millionen. Nächste Woche rechnen wir sogar mit 8 Millionen Paketen. Unsere Mitarbeiter sind alle darauf eingestellt und es gibt keinen Grund mit den Paketen so umzugehen", sagt Gahr.

Besonders zur Weihnachtszeit beschweren sich viele Menschen über Ärger mit Paketdiensten. Laut der Verbraucherzentrale in NRW werden die Hälfte der Pakete erst gar nicht zugestellt. Dabei beziehen sich die Beschwerden der Verbraucher nicht konkret auf einen Anbieter.

Das Beschwerdeportal "Paket-Ärger", welches vom Bund gefördert wird, wertet Beschwerden aus und legt sie den jeweiligen Dienstleistern mit Bitte um Stellungnahme innerhalb von 14 Tagen vor. So soll man verlässliche Daten über die Probleme mit Zulieferern erhalten. Seitdem das Portal am 7. Dezember 2015 online gegangen war, seien rund 6500 Beschwerden eingegangen, heißt es.

(skr)
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