Ratingen: Wiglow: Arbeitskreis Rathaus bleibt außen vor

Ratingen: Wiglow: Arbeitskreis Rathaus bleibt außen vor

Christian Wiglow hat die Stadtverwaltung mit Blick auf das Projekt "Rathaus-Zukunft" scharf attackiert. Seit dem Beschluss des Rates vom 27. November 2008, die Sanierung wieder aufzugreifen, sei der Arbeitskreis (AK) Rathaus außen vor geblieben, bemängelt der SPD-Fraktionschef. Das Gremium habe letztmalig am 5. August 2008 getagt, also vor der Entscheidung des Rates.

In einem mehrseitigen Schreiben an Bürgermeister Harald Birkenkamp ging Wiglow noch einmal auf die Chronologie der Ereignisse ein. Die Entscheidung, die Zusammenarbeit mit dem damaligen Projektsteuerer BMP zu beenden und diese Leistung erneut ausschreiben zu lassen, sei ohne formelle Einbindung der Politik und des AK Rathaus erfolgt. Wiglow sprach von Leistungsproblemen seitens BMP und von einer "auftragswidrigen Hinwendung" zur Neuplanung des Rathauses. Mit dieser Begründung, so der SPD-Politiker, müsste auch die Zusammenarbeit mit dem neuen Controller Assmann beendet werden, erklärte Wiglow. Wie die RP bereits berichtete, geht der Controller aus Dortmund in seiner aktuellen Bewertung vor allem auf diverse Neubauberechnungen ein und spricht sich für einen Neubau aus. Die Vielzahl der beauftragten Planer, Controller und Gutachter sei augenfällig, betonte Wiglow, der von der Verwaltung wissen will, welche Kosten für die unterschiedlichen Planer, Gutachter und Controller entstanden sind.

Er fordert, dass die vom Rat beschlossene Sanierung auf maximale Einsparpotentiale überprüft wird. Zudem werde die aktuelle Situation bei den Schadstoffen (PCB) in der öffentlichen Diskussion in Frage gestellt. Auch dieser Aspekt müsse neu bewertet werden.

(RP)