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Mönchengladbach: Einbrecher-Prozess beginnt später: Nun sind noch mehr Taten angeklagt

Mönchengladbach : Einbrecher-Prozess beginnt später: Nun sind noch mehr Taten angeklagt

DNA-Treffer führten dazu, dass einer Bande weitere Wohnungseinbrüche zugeordnet werden konnten. Die Verhandlung startet am 9. November.

Im Februar wurde die Einbrecherbande festgenommen, seitdem sitzen die Beschuldigten in Untersuchungshaft. Ihre Festnahme war einer der größten Erfolge der Mönchengladbacher Polizei im Bereich Einbruchskriminalität. Nur nur die wenigsten Wohnungseinbrüche können aufgeklärt werden, in diesem Fall waren es gleich mehrere Dutzend auf einen Schlag. Die Ermittlungskommission "Albatros" geht von knapp 100 Einbrüchen aus, angeklagt waren ursprünglich aber nur 34.

Gestern sollte eigentlich der Prozess gegen fünf mutmaßliche Einbrecher aus Albanien beginnen. Doch der Start wurde verschoben. Denn nach der Anklageerhebung konnten der Bande noch mehr mögliche Taten zugeordnet werden. Alleine am vergangenen Dienstag kamen neun Fälle hinzu. Vor zwei Wochen waren es drei. Nun geht es also um 46 Einbrüche, die die Bande mit wechselnder Täterbeteiligung verübt haben soll. Unter anderem hatten DNA-Treffer dazu geführt, dass die Staatsanwaltschaft weitere Anklagen nachschob.

"Die Anklagen müssen zunächst auf Albanisch übersetzt werden", erklärt Jan-Philip Schreiber, Sprecher des Mönchengladbacher Landgerichts. Dann gebe es noch die Möglichkeit zu Stellungnahmen. So werde der ursprünglich veranschlagte Fortführungstermin, 9. November, nun zum ersten Hauptverhandlungstag.

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Es wird ein aufwendiger Prozess: Laut Schreiber muss eine sehr große Anzahl von Zeugen gehört werden, darunter die vielen Einbruchsopfer. Sie werden befragt, was ihnen alles gestohlen wurde und wie sie sich gefühlt haben, nachdem fremde Menschen ihre persönlichen Dinge durchwühlt hatten.

Rund 2000 Beutestücke hatte die Polizei bei den Bandenmitgliedern bei ihrer Festnahme gefunden. Vieles konnte den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben werden. Zahlreiche Schmuckstücke und Uhren lagern aber noch als Beweismittel bei der Polizei, die keinem Eigner und damit auch keiner Tat zugeordnet werden konnten.

(gap)