Übergriffe auf Frauen in Köln: Täter packte Zivilpolizistin in die Hose

Angriffe auf Frauen in Köln: Täter packte Zivilpolizistin in die Hose

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zeigt sich entsetzt über zahlreiche Übergriffe auf Frauen rund um den Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht. Ein Beispiel zeigt, wie nah die Übergriffe wirklich waren.

"Das ist eine völlig neue Dimension der Gewalt. So etwas kennen wir bisher nicht", sagte der NRW-Landesvorsitzende der GdP, Arnold Plickert, der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Frauen waren von mehreren Männern umzingelt und unsittlich berührt worden. Zum Teil geschah dies nach Angaben der Polizei zur Ablenkung, um Geldbörsen und Handys zu stehlen.

Die stark alkoholisierten Täter seien "völlig enthemmt gewaltvoll" vorgegangen. "Ein Täter hat einer Zivilpolizistin in die Hose gefasst", berichtete Plickert. Bei den am Einsatz beteiligten Polizeibeamten herrsche eine "tiefe Betroffenheit".

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Die Kölner Polizei hat nach den Vorfällen eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Bis Samstag erstatteten knapp 30 Frauen Anzeige. Sie schilderten, dass sie von zwei bis 20 Männern belästigt und bestohlen worden seien. Am Sonntag nahmen Polizisten in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs fünf Männer fest, die Frauen bedrängt und Reisende bestohlen haben sollen.

(felt/dpa)
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