Hilden Kommentar: Frühwarnsystem

Hilden · Was die Stadt Hilden den Sportvereinen vorschlägt, ist ab kommendem Jahr Gesetz. Ehrenamtliche Helfer und Übungsleiter, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, müssen dann ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen.

Wenn die Vereine dies verlangen, zeugt das nicht von Misstrauen gegenüber ihren Engagierten, sondern nur von Gesetzestreue. Das müssen sich Vereine und Übungsleiter klar machen. Das von der Stadt installierte Netzwerk zum Kinderschutz stellt auch nicht alle Übungsleiter unter Generalverdacht.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Sportvereinen sollen im Gegenteil als "Frühwarnsystem" helfen, Kindeswohlgefährdung bei den ihnen anvertrauten Jugendlichen frühzeitig zu erkennen und an die richtigen Stellen weiterzugeben. Das abgestimmte Verfahren (anonyme Beratung) sorgt dafür, dass dabei auch mit dem nötigen Fingerspitzengefühl vorgegangen wird. cis

(RP)