Hilden Diskussion in den Vereinen

Hilden · Die Stadt Hilden schlägt vor, dass die Hildener Sportvereine von ihren ehrenamtlichen Übungsleitern künftig ein erweitertes Führungszeugnis verlangen. Dies allein gewährleiste noch keinen Kinderschutz, weiß auch Dirk Schatte, Sachgebietsleiter Soziale Dienst der Stadt Hilden.

Ein erweitertes Führungszeugnis könne aber verhindern, dass einschlägig Vorbestrafte in Sportvereinen als Übungsleiter in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen kommen. Für die Vereine selbst ist das offenbar ein schwieriges Thema, über das noch diskutiert wird.

"Wir haben unsere Übungsleiter immer sehr sorgfältig ausgewählt", betont Britta Sawukaytis, Vorsitzende des Kanu Clubs Hilden. Rund ein Drittel der 300 Mitglieder seien Jugendliche. "Wir kennen unsere Jugendleiter persönlich. Sie machen einen guten Job", so die Vorsitzende.

Wenn jetzt ein erweitertes Führungszeugnis verlangt werde, dürfe dadurch nicht der Eindruck entstehen, "dass wir unseren Übungsleitern nicht mehr trauen". Viele Übungsleiter seien bereits verunsichert: "Manche fragen sich schon, ob sie überhaupt noch in die Umkleidekabine gehen können." Kinderschutz sei wichtig und richtig, betonte Britta Sawukaytis: "Über dieses Thema müssen wir im Verein noch intensiv reden und diskutieren."

(RP)