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Duisburg: Hafen rechnet mit Millionenverlusten

Duisburg : Hafen rechnet mit Millionenverlusten

Der Streik der Lokführer wird Deutschlands größten Binnenhafen Duisport nach eigenen Angaben stark treffen. Die Betreiber rechneten mit einem Schaden in Millionenhöhe, sagte Sprecher Tim-Oliver Frische.

"Am ersten und zweiten Tag kommen wir vielleicht noch über die Runden, aber ab dem dritten Tag wird es schon extrem kritisch." Pro Tag würden 30.000 Tonnen über die Schiene in alle großen europäischen Industrienationen transportiert.

"Um das zu kompensieren, müssten wir täglich 2.000 Lkw auf den Weg bringen, was natürlich unmöglich ist", sagte Frische. Notfallpläne seien daher nur begrenzt sinnvoll. Von Vorteil sei allerdings, dass nicht jeder Lokführer, der für den Duisport arbeite, einen Vertrag mit der Deutschen Bahn habe. Zu der genauen Zahl der beschäftigten privaten Bahndienstleister wollte Frische keine Angaben machen.

Neben den volkswirtschaftlichen Auswirkungen befürchten die Betreiber des Duisburger Binnenhafens einen langfristigen Imageschaden für den Schienenverkehr. "Wir haben viel dafür getan, den Warentransport von der Straße auf die Schiene zu verlagern, aber die Zuverlässigkeit dieses Transportweges wird jetzt natürlich wieder in Frage gestellt", sagte der Sprecher.

(ap)