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Benrath: Enttäuschung bei den Weide-Befürwortern

Benrath : Enttäuschung bei den Weide-Befürwortern

Auf der Insel im Schlossweiher sollen nun zwei Bäume gepflanzt werden - eine Weide und eine Pappel.

Nun ist es also definitiv amtlich: Es kommen zwei Bäume auf den Schlossweiher: eine Weide plus die Pappel. Das hat die Mehrheit von SPD, Grüne und FDP in der Sitzung des Ausschusses für öffentliche Angelegenheiten beschlossen. "Ich bin maßlos enttäuscht", sagt Marianne Holle, Vorsitzende der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath, die sich vehement für eine Ein-Baum-Lösung eingesetzt hat und mit weiteren Befürworten an die tausend Unterschriften sammelte.

"Das ist ein Trauerspiel um die Trauerweide", meint sie. Da suggeriere der Oberbürgermeister seit Wochen und Monaten, dass er die durch ein teures Gutachten gestützte Entscheidung, die Insel mit zwei Bäumen zu bepflanzen, nicht unbedingt für denkmalwürdig hielt. Mehr noch, so Marianne Holle, die Leiterin des LVR - Amt für Denkmalpflege Rheinland - hätte dem OB eine goldene Brücke gebaut. Denn er könne als Chef der Unteren Denkmalbehörde von seinen Entscheidungsrecht Gebrauch machen und im Sinne des Bürgerwunsches entscheiden. "Was sollen dann noch die Stadtteilbesuche, wenn der Bürgerwille im Sinne der demokratischen Meinungsbildung keiner Chance hat", fragt sich Marianne Holle.

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Dieter Poßberg vom Lauftreff-Süd, der sich ebenfalls für die Trauerweide stark gemacht hat, ist "zutiefst enttäuscht". Er fasst die Entscheidung in drei Worte: "Trauerweide, Demokratie, Trauerspiel".

Michael Schaar, von den Düsseldorfer Jonges, der unermüdlich für eine Trauerweide Spenden gesammelt hat und Holzstücke der alten Weide verkaufte, war in der Sitzung zugegen und schüttelt nur noch mit dem Kopf. 3650 Euro hat er gesammelt. Das Geld liege auf dem Jonges-Konto. "Wir werden es jetzt für die Weide, aber nur für die Weide, spenden", sagt er.

(wa.)