Nabu bitten Autofahrer um Rücksicht auf wandernde Kröten

Autofahrer aufgepasst: Milde Temperaturen locken Kröten hervor

Mit der Rückkehr der wärmeren Temperaturen geht für die Kröten die alljährliche Laichsaison nun los. Um die Tiere vor dem Tod durch Überfahren zu schützen, haben Freiwillige bereits in ganz Nordrhein-Westfalen Zäune an den Straßen aufgebaut.

Bei zunehmend frühlingshaften Temperaturen haben in Nordrhein-Westfalen die Kröten ihre alljährliche Wanderung wieder aufgenommen. Nachdem bereits im Januar zunächst nur vereinzelt einige Tiere die Wanderung angetreten hatten, seien die Kröten nun in Scharen unterwegs zu ihren Laichplätzen, berichtete eine Sprecherin des Naturschutzbunds Deutschlands.

Bis zu zwei Kilometer könne eine Erdkröte dabei nach dem Verlassen ihres Winterquartiers zurücklegen.

Der strenge Frosteinbruch hatte die Krötenwanderung vorübergehend zum Erliegen gebracht. Bei Minustemperaturen mussten sich die Tiere in Mäuselöcher oder Erdhöhlen zurückziehen, um nicht zu erfrieren.

Mit einer Länge von bis zu elf Zentimetern gehört die bräunlich gefärbte Kröte zu den größten heimischen Amphibienarten. Durch die weitgehende Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums zählt das Tier mittlerweile zu den besonders geschützten Arten nach dem Bundesnaturschutzgesetz.

Während ihrer Wanderung könne vor allem das Überqueren von befahrenen Straßen zu einer tödlichen Gefahr werden, sagte die Nabu-Sprecherin. Mit Krötenschutzzäunen versuchen alljährlich freiwillige Helfer den massenhaften Tod der Tiere auf den Straßen zu verhindern. Die Kröten werden entlang des Zauns in Eimern eingesammelt und von Helfern über die Straße getragen.

In vielen Teilen Nordrhein-Westfalens sei bereits in den vergangenen Tagen mit dem Aufstellen der Zäune begonnen worden, sagte die Sprecherin. Eine aktuelle Liste des Nabu weist im ganzen Bundesland mehr als 100 Schutzzäune auf. Nach dem Start der massenhaften Krötenwanderung zunächst im Flachland, sei nach einem weiteren Anstieg der Temperaturen in den kommenden Wochen auch in den höheren gelegenen Gebieten des Landes mit dem Naturschauspiel zu rechnen.

(heif)