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Warnstreik: Was Flugreisende wissen müssen

Flughafen Düsseldorf : Was Flugreisende beim Warnstreik wissen müssen

Über 200 Flüge sind am Flughafen Düsseldorf aufgrund des Warnstreiks gestrichen worden. Lesen Sie hier, wie viele Flüge bei Lufthansa, Air Berlin und Germanwings betroffen sind, was jetzt zu tun ist, und wie Reisende am Flughafen betreut werden.

Die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn rüsten sich für den heutigen Warnstreik der Passagierkontrolleure. "Wir rechnen mit erheblichen Verzögerungen", sagte ein Sprecher. Reisende sollten sich nicht nur bei ihren Airlines informieren, sondern zusätzlich zum üblichen Sicherheitspuffer mehrere Stunden Wartezeit einplanen. "Zwar rechnen wir nicht damit, dass wir Feldbetten benötigen, wir wären aber auch darauf vorbereitet", so der Sprecher. Der Flughafen will die Fluggesellschaften bei der Kundenbetreuung unterstützen, indem er Snacks und Getränke verteilt, einen Sanitätspunkt einrichtet und zusätzliche Sitzmöglichkeiten zur Verfügung stellt.

Verantwortlich zeichnet Verdi. Die Gewerkschaft verlangt zwischen 1,50 und 2,50 Euro mehr Lohn pro Stunde. Bisher verdienen die 34 000 Beschäftigten der NRW-Sicherheitsbranche zwischen neun und 14,70 Euro pro Stunde. Die Arbeitgeber warfen Verdi vor, die Bodenhaftung verloren zu haben. Sie rechneten vor, dass bei Durchsetzung der Forderung ein Passagierkontrolleur inklusive Zulagen rund 3200 Euro im Monat verdienen würde, ein Kriminalkommissar nach dreijährigem Studium aber durchschnittlich nur 3500 Euro.

Gestern hatte Verdi bereits vor dem NRW-Landtag für höhere Gehälter der dort beschäftigten privaten Sicherheitskräfte demonstriert.

(RP)