Saarlouis: Pupse verdrücken ist nicht ungesund

Saarlouis: Pupse verdrücken ist nicht ungesund

Manche Frage traut man kaum zu stellen, nicht einmal dem Partner, und auch nicht einem Arzt oder Anwalt. Eine Frage ist: Ist es ungesund, Pupse zu verdrücken? Eher nein. Es gebe keine wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu, sagt Dagmar Mainz vom Berufsverband der Gastroenterologen.

"Menschen können nicht platzen. Blähungen kann man nur begrenzt anhalten", erklärt die Medizinerin. Blähungen können weh tun und im Bauch drücken. Aber so oder so: Irgendwann muss die Luft raus. Jeder kennt natürlich unangenehme Situationen, in denen man bloß nicht furzen will.

Kurz den Pups anhalten, um auf die Toilette zu hasten oder bei der nächsten Haltestelle auszusteigen, ist meist machbar, kann aber unangenehm sein und schmerzen. Die Medizinerin rät, "der Natur ihren Lauf zu lassen". Wer vermehrt Bauchschmerzen und Blähungen hat, sollte das mit einem Arzt besprechen. Das können Anzeichen für Lebensmittelunverträglichkeiten oder ein Reizdarm-Syndrom sein. Luft entsteht im Darm, wenn bestimmte Nahrungsmittel verstoffwechselt werden. Die Bakterien im Dickdarm produzieren dabei Gase, die entweichen müssen.

(dpa)