Umwelt, Kosten, Fitness & Co.: 5 Gründe, mit dem Fahrrad ins Büro zu fahren

Umwelt, Kosten, Fitness: Fünf Gründe, mit dem Fahrrad ins Büro zu fahren

Millionen Menschen pendeln täglich mit dem Auto ins Büro. Würde ein Großteil aufs Fahrrad umsatteln, wäre nicht nur der Umwelt, sondern auch den Pendlern in vielfacher Hinsicht geholfen.

Das große Aufregerthema deutscher Berufspendler sind ganz klar die zahllosen Staus. Die Autofahrer machen Verkehrsplaner, Kommunen oder andere verantwortlich — tatsächlich trägt aber jeder Betroffene seinen eigenen Teil zum Chaos bei, frei nach dem Motto: "Sie stehen nicht im Stau, Sie sind der Stau." Dabei könnten viele Autofahrer stressfreier zur Arbeit kommen, sie müssten nur aufs Fahrrad umsteigen. Und das brächte noch einige weitere Vorteile mit sich.

Um fit zu bleiben, fahren viele Berufstätige mit dem Auto in den Feierabend und dann direkt ins Fitness-Studio. Das kostet Zeit und Geld. Wer stattdessen täglich mit dem Rad zur Arbeit fährt, könnte sich die Muckiebude und den Umweg dorthin schenken.

Die tägliche Dosis Beinarbeit macht jedenfalls fitter, schlanker, wacher und erübrigt das ein oder andere Workout-Programm an den Geräten. Und wer fit und wach zur Arbeit kommt, wird im Job vermutlich zusätzlich profitieren.

Cyclingworld - neue Messe rund ums Rad

In vielen Fällen kommt man zudem mit dem Fahrrad schneller an. Staus gibt es für Radfahrer nicht. Stattdessen kann man mit dem Zweirad viele Abkürzungen nutzen, die Autofahrern verwehrt bleiben. Außerdem sind die Strecken zumeist attraktiver. Die lästige Parkplatzsuche erübrigt sich auch.

Für Strecken, die für Fahrräder zu weit sind, sollte man über eine Kombination aus Bus/Bahn und Klappfahrrad nachdenken. Das multimodale Reisen ist in jedem Fall stressfreier und kann in vielen Fällen auch schneller sein.

Wer Fahrrad fährt, kann Geld sparen: Das Fahrrad ist jedenfalls deutlich günstiger als das Auto. Vor allem beim Arbeitsweg lohnt sich das, da man diesen in vielen Fällen von der Steuer absetzen kann. Der Steuerbehörde ist es egal, wie viel für den Arbeitsweg bezahlt wurde.

Ist der Arbeitsplatz zehn Kilometer entfernt, müsste man - einen Kilometerpreis von 30 Cent vorausgesetzt - für den täglichen Arbeitsweg sechs Euro zahlen. Bei 20 Arbeitstagen spart man mit dem Fahrrad also 120 Euro pro Monat.

Wer sogar ganz aufs Auto verzichtet, spart noch deutlich mehr, denn ein Durchschnittsauto verursacht monatliche Gesamtkosten von rund 500 Euro.

Ein Fahrrad ist nicht kostenlos, verursacht aber nur einen Bruchteil der Kosten. Auf ein Arbeitsleben gerechnet ließen sich leicht 200.000 bis 300.000 Euro beim Verzicht aufs Auto einsparen.

Abgase, Staus, Lärmemissionen, Straßenbau, Klimawandel, Ölpest — die Sünderkartei der Autos ist extrem lang. Die der Fahrräder hingegen sehr kurz.

Moralisch gesehen darf man sich auf der besseren Seite wähnen und muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn die eigenen Kinder vor den Folgen des Klimawandels warnen.

Dazu ist der Radfahrer stressfreier unterwegs und kann Sonne und frische Luft genießen. Damit geht eine verstärkte Ausschüttung von Glückshormonen einher. Zudem wirkt sich körperliche Fitness positiv aufs eigene Wohlbefinden und die eigenen Psyche aus. Wissenschaftlich bewiesen ist jedenfalls ein vorbeugender Effekt durchs Fahrradfahren gegen Depressionen. Und nicht zu verachten: Heldenstatus!

Wollen Sie mehr über Radstrecken in der Region wissen? Bestellen Sie hier unser Magazin "Mein Rheinland", Sonderheft Radtouren 2017, als E-Book!

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fahrrad fahren - das sind die Trends 2017

(SP-X)
Mehr von RP ONLINE