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"MyTaxi" bezahlt wieder die Hälfte von Ihrer Taxifahrt

Bezahlen per App : "MyTaxi" bezahlt wieder die Hälfte von Ihrer Taxifahrt

Die App "MyTaxi" möchte mehr Kunden locken, die Taxifahrten bargeldlos über die eigene App zu bezahlen. Wie schon im Mai übernimmt "MyTaxi" in den kommenden zwei Wochen die Hälfte des Fahrpreises ihrer Nutzer. Taxikunden können so ordentlich sparen. Allerdings gibt es bei dieser Aktion Einschränkungen.

In mehr als 40 Städten ist die zum Daimler-Konzern gehörende App "MyTaxi" verfügbar. Dazu gehören auch Düsseldorf und Köln. In den kommenden zwei Wochen (bis zum 21. Juni) können Nutzer von dieser Rabattaktion profitieren. In dieser Zeit übernimmt die App die Hälfte der Fahrtkosten, wenn die "MyTaxi"-Nutzer mit ihrem Smartphone bezahlen.

Mit dieser Aktion wollen die Betreiber der App Werbung für das bargeldlose Bezahlen machen. Seit 2012 können die "MyTaxi"-Nutzer direkt über die Smartphone-App ihre Fahrten bezahlen. Neue und bestehende "MyTaxi"-Kunden können sich an dieser Werbeaktion beteiligen. Aus Kundensicht ist der Zeitpunkt erfreulich: In vielen Städten ist in den vergangenen Monaten der Taxipreis erhöht worden. So ist alleine in Düsseldorf der Kilometerpreis um 14% erhöht worden (Überblick: So teuer ist das Taxifahren in der Region).

Die App gibt es kostenlos für iOS, Android, Windows oder Blackberry. Bei der Registrierung hinterlegt der Nutzer einen Paypal-Account oder eine Kreditkarte (Mastercard oder Visa) als Zahlungsmittel. Taxikunden, die an der Aktion teilnehmen wollen, sollten bei der Bestellung die Buchungsoption "Bezahlen per App” auswählen. Die GPS-Ortung erkennt den Aufenthaltsort des Fahrgasts automatisch und der Fahrgast kann in Echtzeit über die App mitverfolgen, wie sich sein Taxi nähert.

Am Ende der Fahrt tippt der Taxifahrer den regulären Fahrpreis in seine App ein und der Fahrgast bekommt den Preis in seiner App angezeigt. In diesem Moment erhält der Nutzer einen Gutschein in Höhe von 50 Prozent des Fahrpreises der sofort mit der Tour verrechnet werden kann.

Einschränkung für Langstrecken, Geschäftskunden und in Süddeutschland

Bereits im Mai hat es eine "Geld zurück"-Aktion gegeben. Allerdings gibt es bei dieser Sommer-Aktion mehr Einschränkungen. Das sind die wichtigsten Regeln, um an der Aktion teilnzunehmen:

  1. Die Fahrt darf nicht mehr als 149, 99 Euro kosten.
  2. Die Aktion kann nicht mit "MyTaxi"-Business-Accounts benutzt werden.
  3. Neu ist eine örtliche Begrenzung: Aufgrund einer einstweiligen Verfügung einer Taxizentrale sind Stuttgart, Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt von der Aktion ausgenommen. Ansonsten nehmen die "MyTaxi"-Fahrer in diesen Städten an der Aktion teil: Hamburg, Berlin, München, Frankfurt, Köln, Lübeck, Sylt, Bremen, Osnabrück, Hannover, Rostock, Potsdam, Leipzig, Dresden, Düsseldorf, Bonn, Duisburg, Dortmund, Essen, Offenbach, Hanau, Darmstadt, Wiesbaden, Mainz, Nürnberg, Fürth, Erlangen.

Im Juni hat das Stuttgarter Landgericht die Aktion im Mai für illegal erklärt und eine einstweilige Verfügung der Stuttgarter Auto-Taxi-Zentrale bestätigt. Der Hintergrund: In Deutschland legen die Behörden die Preise für Taxifahrten fest. Diese dürfen weder über- noch unterschritten werden. Die Daimler-Tochter hatte argumentiert, die Fahrten nur vermittelt zu haben und nicht für die Fahrten selbst zuständig gewesen zu sein. Dem widersprach das Gericht und verwies darauf, dass auch die Bezahlung über die App abgewickelt wurde. Daimler will rechtliche Schritte prüfen. Man sei "der festen Überzeugung", nicht gegen das Gesetz verstoßen zu haben, sagte ein Konzernsprecher. Der Kläger, die Stuttgarter Auto-Taxi-Zentrale, zeigte sich hingegen erfreut. Das Urteil sei wichtig, um fairen Wettbewerb zu gewährleisten, sagte Zentralenchef Murat Arslan.

Nicht nur Kunden, sondern auch Taxi-Fahrer will "MyTaxi" umwerben. Für die Fahrer gibt es bei dieser Aktion eine Neuheit: Normalerweise müssen sie eine Provision pro Fahrt an "MyTaxi" bezahlen. In den kommenden zwei Wochen verzichtet "MyTaxi" auf die Provision. Seit einer Woche nimmt "MyTaxi" grundsätzlich sieben Prozent pro Fahrt. Zuvor gab es für mehrere Monate ein unter Fahrern nicht unumstrittenes Bieterverfahren. "MyTaxi" hatte die Fahrten an die Fahrer vermittelt, die bereit waren die meiste Provision zu vermitteln. Nun zähle laut "MyTaxi" ausschließlich die Nähe zum Fahrgast, sodass die Vermittlung der Fahrten zügiger gehe.

"MyTaxi" wurde 2009 gegründet. Das Startup aus Hamburg ist im vergangenen Jahr durch eine Daimler-Tochter übernommen worden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Juni 2014: Europaweite Taxi-Streiks gegen Apps

(dafie)