"Spuk unterm Riesenrad": Rostocker Hooligans kündigen Randale an

"Spuk unterm Riesenrad": Rostocker Hooligans kündigen Randale an

Rostock (RPO). Die Polizei in Hamburg muss sich auf Ausschreitungen vorbereiten. Hooligans des Zweitligisten Hansa Rostock haben vor dem Punktspiel beim FC St. Pauli am Sonntag (13.30 Uhr/ <a href="http://ticker.rp-online.de/zweiteliga/rpo/" target="_blank">Live-Ticker</a>) im Internet Krawalle angekündigt.

Rostock (RPO). Die Polizei in Hamburg muss sich auf Ausschreitungen vorbereiten. Hooligans des Zweitligisten Hansa Rostock haben vor dem Punktspiel beim FC St. Pauli am Sonntag (13.30 Uhr/Live-Ticker) im Internet Krawalle angekündigt.

Unter dem Motto "Spuk unterm Riesenrad" wollen die Rowdys Hamburg unsicher machen. Hansa hatte beschlossen, offiziell lediglich mit sieben Fans anzureisen, um damit gegen das Verkaufsverbot für Stehplatzkarten zu demonstrieren.

"Wir wissen von dem Aufruf gewaltbereiter Fans im Internet und sind gewarnt", sagte Rostocks Polizeisprecherin Dörte Lemke dem Sport-Informations-Dienst (sid). Wilko Zicht vom Bündnis Aktiver Fußball-Fans (BAFF) erklärte: "Es ist durchaus zu befürchten, dass die Rostocker nach Hamburg fahren. Und es wäre besser gewesen, man hätte diese Leute im Stadion als außerhalb."

Neben der Ankündigung vom "Spuk unterm Riesenrad" steht die angebliche Uhrzeit 13.12 Uhr, hinter der sich laut Polizeiangaben allerdings in Anlehnung an die Stellung der Anfangsbuchstaben im Alphabet (1=A, 2=B, 3=C) der Schlachtruf "All cops are bastards" ("Alle Bullen sind Schweine") verbergen soll. Das Riesenrad steht für das Dom-Volksfest, das derzeit rund ums Stadion am Millerntor stattfindet.

"Ich hoffe dennoch auf ein ruhiges Spiel", sagte Hansas Trainer Marco Kostmann am Freitag: "Dass es Spiele gibt, die ohne Auswärtsfans stattfinden, möchte ich in Zukunft nicht mehr erleben. " Zuvor hatte bereits Rostocks ehemaliger Spieler Stefan Beinlich alle Fans zur Besonnenheit aufgefordert.

Das Stehplatzkarten-Verbot für Rostock war wegen früherer Ausschreitungen bei Spielen gegen den Erzrivalen St. Pauli verhängt worden. Die sieben Personen sollen im ansonsten verwaisten Gästeblock mit Plakaten und Transparenten für den "Erhalt der Fanrechte im Rostocker Zuschauerblock" demonstrieren. Bei den Personen handelt es sich um einen Fanbeauftragten, einen Vertreter vom sozial-pädagogischen Fanprojekt sowie fünf Fans.

(SID/seeg)