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Der Winter feiert ein kurzes Comeback: Am Wochenende droht Schnee

Der Winter feiert ein kurzes Comeback : Am Wochenende droht Schnee

Sonne, blauer Himmel, nicht ein Wölkchen zu sehen, Temperaturen von über 15 Grad - der Frühling ist da. Möchte man meinen. Aber wie das so ist mit dem Wetter: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Und tatsächlich, - man mag es glauben oder nicht - wir müssen uns auf ein Comeback des Winters einrichten.

Hoch "Fenne" gibt alles und schafft es, derzeit alle Tiefs auf Distanz zu uns zu halten. Aber spätestens am Donnerstag geht "Fenne" die Puste aus. Bis dahin sind bis zu 17 Grad drin, an den Küsten kann es ein wenig kühler werden.

Damit dürfte allein die erste Märzwoche mehr Sonne bieten als der ganze Februar. Der ist mit 37 Sonnenstunden als trübster Februar seit über 60 Jahren in die Statistik eingegangen. In der zweiten Wochenhälfte bringt sich jedoch der Winter nochmal in Erinnerung, jedenfalls im Norden des Landes.

Meteorologe Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach hat keine guten Nachrichten für Sonnenhungrige: "Am Donnerstag ist der erste Frühlingshauch dann wahrscheinlich schon wieder vorbei."

Von Norden dringt dann kalte Luft bis in die Mitte Deutschlands vor. Die Temperaturen erreichen tagsüber nur noch einstellige Werte, und in der Nacht zum Freitag fällt im Norden sogar Schnee. Im Süden regnet es ein wenig, aber dort hält sich die milde Luft bei zweistelligen Plusgraden.

Wer also jetzt schon mit dem Gedanken spielt, die Sommerreifen aufzuziehen, sollte bei den Aussichten besser noch ein wenig warten.

Sonnenschein ausnutzen!

Bis es jedoch soweit ist, sollte man jede freie Minute in der Sonne nutzen. Denn das schöne Wetter wirkt sich positiv auf Stimmung und Gesundheit aus. Bei Sonne produziert der Körper vermehrt Serotonin, das auch als Glückshormon bezeichnet wird. Es bewirke, dass der Mensch leichter, beschwingter, ausgeglichener und zufriedener sei, verrät Thomas Aßmann vom Deutschen Hausärzteverband.

Serotonin ist ein Schlüsselhormon und regelt die Ausschüttung weiterer Hormone, zum Beispiel Endorphine. Auch diese Glückshormone wirken sich positiv auf die Stimmung aus, ergänzt die Medizinmeteorologin Christina Koppe-Schaller vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Außerdem unterdrücken Endorphine zeitweise unter anderem das Schmerzempfinden - auch das kann die Stimmung steigern.

Darüber hinaus hilft die Sonne dem Körper, Vitamin D zu bilden. Es ist wichtig für den Knochenbau und das Immunsystem, erklärt Koppe-Schaller. Ab März lädt der Körper seine Vitamin-D-Depots auf, die er zuvor aufgebraucht hat. Im Winter reiche die Sonne nicht aus, um die Depots wieder aufzuladen. Daher haben viele Menschen in der kalten Jahreszeit einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Als Folge können sie einen Winterblues bekommen. Dank der ersten Frühlingssonnenstrahlen dürfte diese Phase nun aber vorbei sein.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Der erste Frühlingstag in Düsseldorf 2013

(csr)