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Nach Schimmelpilz im Futter: Schlachtverbot für dutzende NRW-Betriebe

Nach Schimmelpilz im Futter : Schlachtverbot für dutzende NRW-Betriebe

Dutzende Höfe in Nordrhein-Westfalen, die verseuchtes Futter erhalten haben sollen, dürfen vorerst nicht schlachten. Das teilte das Verbraucherschutzministerium am Dienstag mit.

Noch schwankten die Zahlen der betroffenen Höfe, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Der hochgiftige Schimmelpilz lagere sich vor allem in Leber und Niere ab, die bei der Schlachtung auch verwertet würden. Über 100 Betriebe im Land sollen mit Futtermais aus Serbien beliefert worden sein, der mit hochgiftigem Schimmelpilz belastet ist.

Bei der Entscheidung, ob ein Betrieb schlachten darf, spiele unter anderem eine Rolle, wie stark das verdächtige Futter mit anderem vermischt wurde oder in welcher Mastphase das Tier damit gefüttert wurde. Aus diesem Grund seien nicht alle Betriebe gesperrt.

Wenn Futtermittelproben unbelastet seien, könne das Schlachtverbot im Einzelfall auch wieder aufgehoben werden. Ergebnisse werden frühestens Ende der Woche erwartet.

In Betrieben mit positiven Futterproben müsse der Tierhalter später bei der Schlachtung mit Stichproben nachweisen, dass keine Belastung vorliege. Das Ministerium hatte auch ein längerfristiges Monitoring angekündigt, bei dem Leber und Nieren von Schlachttieren aus den Verdachtsbetrieben auf giftiges Aflatoxin untersucht werden soll.

(lnw/jre)